Umwelt An Linie 2 soll es weiter grün bleiben

Ulm / cst 25.03.2017

Im Mähringer Tal sollte die neue Straßenbahnlinie 2 auch weiter an nicht bebauten „Grünzügen“ wie Kleingartensiedlungen vorbeifahren, denn diese seien wichtig fürs Klein­klima. Das fordert Martin Denoix, der Vorsitzende des BUND-Kreisverbands. Rechts und links der Schienen Wohnungen zu bauen, damit die Zahl der Fahrgäste steigt, das könne nicht der Ernst der Bauverwaltung sein. Weiter will der BUND aufpassen, dass die Wilhelmsburg nicht „freigeschnitten“ wird, wie es der Förderkreis Bundesfestung am liebsten sähe. Zwar habe früher vor der Wilhelmsburg kein Wald gestanden, aber dieser müsse erhalten werden. Und die Umweltschützer wollen mitreden, wenn das Donauufer im Bereich Metzgerturm wie berichtet neu gestaltet wird.

Bei der Jahreshauptversammlung konnte Denoix zwei Erfolge vermelden: Auf der Tiefgaragenplatte vor dem Hauptbahnhof werden in drei Jahren etliche Bäume gepflanzt. Zudem habe der Ulmer BUND an der gelungenen Umgestaltung der Karlstraße mitgewirkt, sagte der Vorsitzende.

Unermüdlich sind aber auch die verschiedenen BUND-Gruppen dabei, Flora und Fauna zu schützen. In Ermingen wurden 2016 insgesamt 1300 Kröten heil über die Straße gebracht – auf dem Weg zu ihrem Laichplatz. Im Bereich der Uni wurden als Ausgleich zum Bau der Linie 2 und damit verbundener Baumfällungen 36 Fledermauskästen aufgehängt. In Donaustetten wird eine Kiesgrube seit Jahrzehnten vor Verbuschung geschützt, in Wiblingen werden Feuchtwiesen einmal im Jahr gemäht. Und die BUND-Hochschulgruppe feiert dieses Jahr das Zehnjährige.

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