American Football Super Bowl 2019: Party der Neu-Ulm Spartans in der Ratiopharm-Arena

Der Super Bowl zieht jedes Jahr die Massen an - auch in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena wurde mitgefiebert.
Der Super Bowl zieht jedes Jahr die Massen an - auch in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena wurde mitgefiebert. © Foto: Patrick Semansky/dpa
Ulm/Neu-Ulm / Christian Kern 04.02.2019
Die New England Patriots gegen die L.A. Rams beim NFL Super Bowl 2019. Und in Neu-Ulm fieberten die Fans live mit.

Es war kurz nach 22 Uhr Ortszeit in Atlanta, als Tom Brady erleichtert die Arme in die Höhe streckte. Der 41-Jährige hatte es wieder einmal geschafft. Zusammen mit den New England Patriots gewann der American-Football-Star zum sechsten Mal den Super Bowl der National Football League (NFL).

Bradys Triumph löste auch in der knapp 7.500 Kilometer entfernten Ratiopharm-Arena Begeisterung aus. Die Fans mit den blauen Trikots sprangen von ihren Sitzen, klatschten enthusiastisch mit ihren Freunden ab und ballten die Siegerfaust – und das obwohl es in Deutschland bereits kurz nach 4 Uhr war.

Riesenleinwand und buntes Rahmenprogramm

Es war der Höhepunkt eines unterhaltsamen Abends in Neu-Ulm, der schon Stunden zuvor begonnen hatte. Bereits kurz vor 22 Uhr standen knapp 30 Football-Fans trotz des dichten Schneetreibens vor der Arena. Der Grund: Die Neu-Ulm Spartans hatten zur großen Super-Bowl-Party geladen.

Dabei legte sich der Football-Klub mächtig ins Zeug: im Inneren der Arena war eine überdimensionale Leinwand aufgebaut, auf der die Zuschauer – viele mit dem Trikot ihres Lieblingsvereins – die Partie verfolgen konnten. Zudem veranstalteten die Spartans im Foyer der Halle kleine Spiele. So mussten die Teilnehmer etwa Footballs in schwarze Mülleimer werfen oder Klimmzüge an einer silbernen Stange machen.

Football in familiärer Atmosphäre

Doch trotz des enormen Aufwands hielt sich der Besucherandrang deutlich in Grenzen. Insgesamt verfolgten nur knapp 250 Besucher den Super Bowl in der Ratiopharm-Arena. „Das Problem ist, dass das Spiel erst so spät anfängt und viele am Montag arbeiten müssen“, sagte Spartans-Abteilungsleiter Klaus Weiß.

Die geringe Zuschauerzahl machte sich auch in der Stimmung während der Partie bemerkbar. Bis auf einige Zwischenrufe blieb das Publikum bis in die Schlussphase des Spiels weitestgehend ruhig. Trotzdem waren viele der Besucher mit der Veranstaltung zufrieden. „Es ist schön, unter Gleichgesinnten zu sein“, sagte Wolfgang Müller.

Auch Michael Nebauer zeigte sich begeistert: „Normalerweise schaue ich Football immer zuhause. Es ist cool, auch mal zu so einem Event zu gehen.“

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