Tora, die Gebetsrolle; Teffilin, der Gebetsriemen samt ledernem quadratischen Schächtelchen mit ausgewählten Torastücken für den Kopf; Tallit, der Gebetsmantel; Zizit, der Schaufaden. Diese und andere Reliquien sind fester Bestandteil jüdisch-orthodoxer Gottesdienste.

In dieser Woche fanden im kleinen jüdischen Gebetsraum in der Neutorstraße nochmals diese Gottesdienste statt. Am Sonntag zieht die jüdische Gemeinde von 15 Uhr an mit Tora und anderem Ritualgegenständen dann in die neue Synagoge am Weinhof um. Dort fängt gegen 16 Uhr der Festakt zur Eröffnung an, zu dem unter anderen Bundespräsident Joachim Gauck und Ministerpräsident Winfried Kretschmann kommen.

Die Synagoge steht am Sonntag zur Eröffnung nur geladenen Gästen offen. Die Feier wird aber in ein Zelt auf dem Weinhof übertragen, das öffentlich zugänglich ist - allerdings nur über den Zugang von der Kronengasse her. Der Weinhof wird ab 13 Uhr abgesperrt, und zwar an der Sattlergasse, am Weinhofberg, an der Mohrengasse und eben an der Kronengasse. Sicherheitsleute kontrollieren jeden, der auf den Weinhof will. Ebenfalls öffentlich ist der feierliche Umzug der Tora-Rolle vom Judenhof zur Synagoge. Er startet um 15 Uhr. Die Eröffnungsfeier mit Bundespräsident Gauck beginnt, wie gesagt, gegen 16 Uhr.