Kommentar Fanprojekt des SSV: Am Ball bleiben

Die Initiatoren des Fanprojekts sollten nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, meint unsere Redakteurin Ulrike Schleicher.
Die Initiatoren des Fanprojekts sollten nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, meint unsere Redakteurin Ulrike Schleicher. © Foto: Schleicher Ulrike Schleicher Ulr
Ulm / Ulrike Schleicher 20.09.2018
Der SSV 1846 Fußball soll hinsichtlich eines präventiven Fan-Projektes am Ball bleiben. Dafür plädiert unsere Lokalredakteurin Ulrike Schleicher.

Ein Allheilmittel sind die Fanprojekte der Koordinierungsstelle in Frankfurt sicher nicht. Da hat Bürgermeisterin Iris Mann recht. Viele der so genannten Fans kommen aus völlig anderen Regionen und treffen sich nur, um das Stadion aufzumischen. Oder sie sind über das Jugendalter weit hinaus. Richtig ist auch, dass die Stadt ganzheitliche Jugendarbeit betreibt und eine, die nur auf den Bereich des Fußballs gerichtet ist, womöglich gar nicht notwendig ist.

Vielleicht aber wird ein Schuh draus, wenn man ein Fanprojekt der KOS als Ergänzung sieht. Verantwortlich nicht nur für Jugendliche, sondern – wie auch gedacht – als Vermittler zwischen den Ulmer Fangruppen und dem Verein, als Unterstützung für den Fanbeauftragten. Mit dem Ziel, vor, im und nach dem Spiel für gute Stimmung zu sorgen. Ohne Gewalt, Pyrotechnik, rechtsradikale Gesten und Parolen.

Dass für eine fruchtbare Zusammenarbeit Vertrauen die Voraussetzung ist und so ein Verhältnis Zeit braucht – wie Vereinsvorstand Thomas Oelmayer erklärt – ist ebenfalls nachvollziehbar. Auf Dialog setzt im Übrigen auch KOS. Nur sollte der Verein wirklich am Ball bleiben. Sonst bleiben auf Dauer die SSV-Anhänger auf der Strecke, die nichts weiter als ein gutes Spiel sehen wollen.

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