Schwörwoche 2018 Alles klar für Schwörmontag

Beim Nabada nach wie vor im Trend: das aufblasbare Einhorn.
Beim Nabada nach wie vor im Trend: das aufblasbare Einhorn. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm/Neu-Ulm / Von Christoph Mayer 20.07.2018
Routiniert stellen sich Stadt, Polizei, und SWU auf den Feiertag am 23. Juli ein. Sicherheit wird groß geschrieben.

Bewährtes sollte man beibehalten. So könnte das Motto der Schwörmontagsverantwortlichen für 2018 lauten. Denn ob Brückensperrungen, Alkoholkontrollen, Nahverkehrs- oder Müllkonzept: „Alles bleibt wie in den Vorjahren“, sagte Sabine Gauß von den Zentralen Diensten der Stadt Ulm im Rathaus anlässlich der Vorstellung des organisatorischen Fahrplans für den nächsten Montag. Die einzigen Ungewissheiten dürften ergo meteorologischer Natur sein.

Wetter Als „So so la la“, bezeichnete Gauß die Wetterprognosen fürs Schwörwochenende. Samstag und Sonntag versprechen warm, aber gewittrig und regnerisch zu werden. Die Lichterserenade am Samstag nach Einbruch der Dunkelheit könnte also eine feuchtfröhliche Angelegenheit werden. Am Schwörmontag immerhin soll es bei 23 Grad und leichter Bewölkung trocken bleiben – annehmbare Bedingungen fürs Nabada. Wassertemperatur der Donau aktuell: 19 Grad. Insofern ist auch nicht damit zu rechnen, dass die Schwörfeier (Beginn 11 Uhr auf dem Weinhof) ins Münster verlegt oder der Wasserumzug abgesagt wird. Für den Fall der Fälle, sprich kräftiges Regenwetter, wird dies durch rote Signalkörbe am Turm des Münsters angezeigt. Außerdem ist die Telefonzentrale der Stadt besetzt (Tel. 1610) und es gibt eine Meldung  auf www.ulm.de.

Sicherheit  Für das um 16 Uhr beginnende Nabada gelten neun goldene Regeln. An Land und dort besonders in der Innenstadt wird die Polizei bereits ab den Mittagsstunden verstärkt patrouillieren, speziell auch, „um das Vorglühen in den Griff zu bekommen“, wie ein Polizeisprecher sagte. Soll heißen: Stark Betrunkene wie auch Minderjährige mit einem entsprechenden Alkoholpegel erhalten Platzverweise oder werden ihren Eltern zugeführt. Außerdem konfisziert die Polizei die von ihnen mitgeführten alkoholischen Getränke. Wie 2017 werden große Betonpoller (so genannte Fahrzeugblockiersysteme) an den Einfahrten zu Sattlergasse und Münsterplatz sowie im Fischerviertel bei der Zill aufgestellt  – als Sicherheitsmaßnahme gegen terroristische Anschläge oder Amokfahrten mit Auto oder Lkw.

Ebenfalls aus Sicherheitsgründen wird von 15.30 bis etwa 18 Uhr ein „Einbahnfußverkehr“ am Donauufer eingerichtet. So will man an bestimmten Engstellen Massengedränge vermeiden. Während dieser Zeit ist ein Zugang zur Donau nur über Saumarkt und Rosengarten möglich. Über Fischerplätzle und Metzgerturm kann man das Ufer wieder verlassen.  Nicht nur dort, sondern auch an der Busspur in der Neuen Mitte sowie vor dem Ulmer Hauptbahnhof sind Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes im Einsatz, um den Verkehrsfluss zu regeln.

Verkehr  Herdbrücke (20 bis 24 Uhr) und Gänstorbrücke (21 bis 24 Uhr) sind am Samstag wegen der Lichterserenade und am Schwörmontag (Herdbrücke 14 bis 18 Uhr, Gänstorbrücke 15 bis 18 Uhr) vollständig für den Verkehr gesperrt. Als einzige Straßenbrücke über die Donau bleibt die Adenauerbrücke geöffnet. Am Schwörmontag wird die Sattlergasse von 8 Uhr an gesperrt (Schwörfeier). Ebenfalls dicht gemacht wird an diesem Tag der Donauradweg, und zwar auf beiden Uferseiten. Die Linien der Stadtwerke verkehren am Schwörmontag bis 1 Uhr nachts in dichterem Takt, danach fahren Nachtbusse. Auch die Bahn bietet Extrazüge nach Laupheim und Langenau an, ebenso einige regionale Busunternehmen. Weitere Informationen zum Schwörmontagsfahrplan im Internet unter www.ding.eu.

Sauberkeit Mit 20 Tonnen Müll rechnen die Entsorgungsbetriebe. Dafür werden 150 zusätzliche Abfalltonnen bereitgestellt. In der Friedrichsau steht ein Container für abgewrackte Flöße. An der Adlerbastei und beim SSV-Gelände werden Dixi-Klos aufgestellt. Damit potenzielle Wildpinkler gar nicht erst auf dumme Ideen kommen: Erstmals gibt es in der Friedrichsau ein Extra-Urinal – einen so genannten Pinkelstern. Die eigentliche Arbeit geht für die Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe erst los, wenn der Rummel vorbei ist. Um vier Uhr am Dienstag beginnt das große Aufräumen.

Was wilde Nabader beachten sollten

Folgende Regeln erlässt die Stadt für den Wasserumzug:

Boote und sonstige Schwimmkörper auf keinen Fall zu größeren Einheiten zusammenbinden: damit Rettungskräfte im Notfall durchkommen.

Kinder nur mit Schwimmhilfe und in Begleitung Erwachsener ins Wasser
lassen.

Spritzen und Werfen von Wasserbomben auf Zuschauer unterlassen.

Nicht angetrunken ins Wasser gehen. „Sonne, Wasser und Alkohol sind eine gefährliche Kombination“, sagt Sabine Gauß von der Stadt Ulm.

Das Springen ins Wasser von den Brücken ist strengstens verboten.

Bei Gewitter die Donau sofort verlassen.

Jegliche Werbung sowohl auf dem Wasser als auch im Umfeld des Nabada sind unzulässig.

Beschallungsanlagen sind weder auf dem Wasser noch an den Ufern zugelassen.

Boote, Schwimmhilfen und sonstige Konstruktionen sind nach dem Nabada aus der Donau wieder mitzunehmen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel