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Unwägbarkeiten Die Linie 2 ist zwar von Norden nach Süden und von Westen nach Osten durchgeplant. Zuschusszusagen der Verkehrsministerien von Bund und Land liegen auch vor. Dennoch gibt es noch eine Reihe von Unwägbarkeiten in der Finanzierung. So mussten die Planer während des Planfeststellungsverfahrens zusätzliche Anforderungen auf Schutz vor Lärm und Erschütterungen erfüllen. Das verteuert das Projekt. Außerdem sind Baukostensteigerungen eingetreten, seit die Unterlagen an die Zuschussgeber eingereicht worden waren. Offen ist, ob und wie diese Zusatzkosten und Kostenerhöhungen noch in der Bezuschussung Berücksichtigung finden. SWU Verkehr hat als Träger der Baumaßnahme Anträge auf nachträgliche zusätzliche Fördermittel gestellt.

Fahrzeuge Derweil hat SWU Verkehr bei Siemens bereits die Straßenbahnfahrzeuge für die Linie 2 geordert. Bestellt sind zwölf Niederflurstraßenbahnen vom Typ Avenio M (siehe Grafik oben rechts), einer weiterentwickelten Variante des in Ulm seit 2003 auf der Linie 1 laufenden Combinos. Die Fahrzeuge kosten 32 Millionen Euro; zudem besteht eine Option über die Lieferung sechs weiterer Avenios. Die erste neue Straßenbahn wird Mitte 2017 geliefert, die letzte im Frühjahr 2018.