Pfuhl Alles klar für Baubeginn

Pfuhl / 12.08.2014

Auf diesen Tag haben viele beim TSV Pfuhl lange gewartet. Nun sind sämtliche Genehmigungen für den Bau einer neuen Turnhalle beim Schulzentrum da. „Wir freuen uns sehr“, sagt die Vereinsvorsitzende Ursula Hörger. Auch Patrick Winter, der Vorsitzende des Fördervereins der Turner, ist erleichtert: „Alle Hürden sind nun genommen nach vier Jahren Verhandlungen auf allen Ebenen.“ Er spricht von einer „historischen Dimension“ für die Turnabteilung des TSV.

Die Stadtverwaltung Neu-Ulm hatte am 10. Juli die Baugenehmigung erteilt. Drei Tage später fuhr eine Abordnung des Vereins mit allen Unterlagen nach München in die Geschäftsstelle des Bayerischen Landessportverbands (BLSV), und jetzt liegt die Bewilligung des Verbands zum vorzeitigen Baubeginn vor, berichtet Hörger. Der BLSV bezuschusst das rund 2,6 Millionen Euro teure Projekt.

Ein Biologe hat zudem das Gelände am Schulzentrum begutachtet und kam zu dem Ergebnis, dass das Bauvorhaben alle Naturschutzrichtlinien einhält. Die Bauarbeiten werden heute ausgeschrieben, in der zweiten Septemberhälfte soll der Spatenstich stattfinden. „Er wird vermutlich aber eher eine Zaundurchtrennung sein“, sagt Hörger lachend.

Die Mitglieder des Fördervereins wollen so lange nicht warten. Sie werden demnächst selbst anpacken und mit dem Roden beginnen. Patrick Winter kann es kaum erwarten, bis es endlich los geht. „Das neue Turnzentrum ist ein tolles und nötiges Projekt für den TSV Pfuhl, die Stadt Neu-Ulm und den gesamten Landkreis.“

Seit 1999 trainieren die Bundesliga-Turner und die ebenfalls national sehr erfolgreichen Cheerleader in der alten Tennishalle an der Augsburger Straße – ein für eine Übergangszeit gedachtes Provisorium. Als die Halle im vergangenen Jahr aus Sicherheitsgründen zeitweise gesperrt werden musste, wurde eine Ersatzlösung immer dringlicher. Nach langem Hin und Her und dem Ausloten verschiedener Möglichkeiten einigten sich Stadtspitze, Stadträte und Verein schließlich auf den Neubau (wir berichteten). Bauherr ist der TSV, unterstützt von einem Zuschuss der Stadt, der je nach Bausumme bis zu 1,8 Millionen Euro betragen kann.

„Die letzten Jahre waren anstrengend“, sagt Winter. „Aber jetzt geht es auf die Zielgerade.“ Er ist sich darüber im Klaren, dass auch die nächsten Jahre noch einmal kräftezehrend sein werden. Gerade auch deswegen, weil den Turnern und Cheerleadern ein weiterer Winter mit hohen Heizkosten in der maroden alten Turnhalle bevorsteht. Das hatten sie eigentlich vermeiden wollen und deshalb auf frühzeitigere Baugenehmigung und schnelleren Baubeginn gehofft. Hauptsache, es geht nun los, meint Patrick Winter. „Wir hoffen auf einen raschen und problemlosen Ablauf beim Bau des Turnzentrums.“

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