Die Vorbereitungen für eine S-Bahn in der Region  laufen seit 2009, bisher unter dem Dach des Regionalverbands Donau-Iller. Jetzt ist in Ulm der Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller gegründet worden.  Dessen Aufgaben sind unter anderem die  Projektsteuerung, die Koordination der weiteren Planungen und nicht zuletzt geht es darum, die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Dazu soll im nächsten Jahr mit den Ländern Baden-Württemberg und Bayern eine Absichtserklärung (Letter of intent) unterzeichnet werden. Zu diesem Zweck wird eine Geschäftsstelle eingerichtet, die mit einem Geschäftsführer und einer weiteren Stelle besetzt wird. Gründungsmitglieder des Vereins sind die Städte Ulm, Neu-Ulm und Memmingen sowie die Landkreise Alb-Donau, Biberach, Günzburg, Heidenheim, Neu-Ulm und Unterallgäu. Diese stellen dem Verein für die Jahre 2016 bis 2018 insgesamt 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die Investitionen in etwa 30 neue Haltestellen und  zweigleisige Streckenabschnitte betragen insgesamt etwa 80 Millionen Euro, die ohne Zuschüsse von den Ländern oder vom Bund nicht zu schultern sind. Ziel des S-Bahn-Konzepts ist ein 30-Minuten Takt auf den Bahnstrecken nach und von Ulm. Zum Vorsitzenden des S-Bahn-Vereins ist in der Gründungsversammlung der künftige Ulmer OB Gunter Czisch gewählt worden, sein Stellvertreter ist der Neu-Ulmer Landrat Thorsten Freudenberger.