Leichtathletik Einstein-Marathon: Alina Reh startet als Favoritin

Im Gleichschritt mit ihrem Trainer Jürgen Austin-Kerl war Alina Reh 2016 unterwegs. Seither hat sie eine weitere Leistungsentwicklung gemacht. Ob er wohl noch mithalten kann?
Im Gleichschritt mit ihrem Trainer Jürgen Austin-Kerl war Alina Reh 2016 unterwegs. Seither hat sie eine weitere Leistungsentwicklung gemacht. Ob er wohl noch mithalten kann? © Foto: Lars Schwerdtfeger
Von Ute Gallbronner 15.09.2017
Am Sonntag tritt die Spitzenläuferin des SSV Ulm 1846 beim Einstein-Halbmarathon an – weil es ihr ein besonderes Bedürfnis ist.

Eigentlich ist Alina Rehs Laufsaison vorbei. Nach dem WM-Start in London hat sie drei Wochen die Beine hochgelegt. Dass sie trotzdem beim Halbmarathon am Sonntag startet, sei „ein bisschen ein Bonbon“, sagt die 20-Jährige. Für sich selbst und auch ihren Trainer. Denn Jürgen Austin-Kerl ist wie seine Läuferin begeistert vom Einstein: „Es ist einfach eine geniale Atmosphäre. Ich habe das immer genossen, wie sehr die Leute da mitgehen, Läufer, Zuschauer und selbst die Polizei.“

Von Kindesbeinen an war Alina Reh beim Einstein dabei. Zunächst bei den Kinder- und Jugendläufen, später über fünf und dann zehn Kilometer. So wie an diesem Wochenende viele Talente dabei sein werden. Besonders beim Gesundheitslauf der Frauen sind sicher wieder einige ganz weit vorn. Eins war in all den Jahren sicher: Wenn Alina Reh angetreten ist, stand sie hinterher auch auf dem Treppchen.

2016 sicherte sie sich den Sieg im Halbmarathon in einer Zeit von 1:17,16 Stunden. Ein bisschen schneller soll es am Sonntag werden: „Vielleicht 1:15, 1:14“, sagt sie. Aber vor allem will sie Spaß haben und den Lauf genießen: „Das ist schon ein ganz anderes Laufevent, wenn man da mit den vielen Leuten läuft als wenn man immer im Ringel rumrennt.“

Konkurrenz wird sie im Feld der Frauen keine haben, auch wenn der Halbmarathon eigentlich zu lang für sie ist. Stört sie nicht, denn Alina Reh lässt sich von solchen Einschränkungen nicht bremsen. Auch nicht vom Regen, den es vielleicht geben soll. Ihr einziger Kommentar: „Das gibt wieder Locken.“

Ausführlich informiert hat sich die Laichingerin beim Auftaktgespräch bei den Kollegen, die mit dem Handbike unterwegs sein werden. Sie nahm testweise Platz in einem Hightech-Gerät und ließ sich von Jörg Schneider und dem Paralympics-Silbermedaillengewinner Max Weber genau erklären, wie man das Gefährt überhaupt in Schwung bekommt. 

Die Handbiker werden auch die ersten sein, die am Sonntag an der Startlinie stehen. Um 8.40 Uhr fällt der Startschuss. Dann werden Alina Reh und Jürgen Austin-Kerl noch im Startblock stehen, mutmaßlich in der ersten Reihe, versuchen die Muskeln warmzuhalten und dann genießen. Ab 9.10 Uhr auf dem Weg durch beide Städte.

Alles zu den Läufen am Wochenende

Zeitplan Die Jugendläufe beginnt am Samstag um 10 Uhr im Donaustadion. Im Viertelstundentakt werden die Schüler laufen, angefangen von den Kindergartenkindern (400 m) bis hin zu den 19-Jährigen (5 km).

Online Alle Strecken und Zeitpläne, Sperren, Halteverbote und viel mehr unter swp.de/einsteinmarathon

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