Silvester Polizei: Aggression am Rande des Feuerwerks

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Polizei © Foto: Christian Wille
Ulm/Neu-Ulm / kö 01.01.2018

Die Silvesternacht ging in Ulm weitgehend ruhig über die Bühne. Allerdings waren Polizeistreifen diesmal vor allem damit beschäftigt, den unsachgemäßen Einsatz von Feuerwerkskörpern zu verhindern. Durch verirrte Raketen und glühende Reste entstanden gefährliche Situationen und kleinere Brände. Eine Rakete wurde direkt auf eine Polizei­streife abgefeuert. In der Frauenstraße/Ecke Olgastraße hat außerdem ein Angreifer einen 28-jährigen Mann mit einem Messer bedroht, ihn niedergeschlagen und ihm sein Handy geraubt. Ansonsten seien gewalttätige Auseinandersetzungen weitgehend ausgeblieben, berichtet die Polizei. Es sei letztlich alles „nicht so dramatisch“ gewesen.

Dagegen kam es in Neu-Ulm im Kontext des Feuerwerks zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. Gleich nach dem Jahreswechsel attackierte dort ein 33-jähriger Mann einen achtjährigen Buben, der wohl in der Nähe seines Autos einen Feuerwerkskörper gezündet hatte. Der Junge trug leichte Rötungen am Bauch davon und kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus.

In den Bauch geschlagen

Gleich danach gab es einen weiteren Streit. Dabei hatte ein 17-Jährigerr einen Feuerwerkskörper in Richtung einer Menschenmenge geworfen. Ein unbekannter Mann war deshalb so außer sich, dass er den 17-Jährigen gegen einen Baum drückte, ihn mehrfach in den Bauch schlug und flüchtete. Der Teenager wurde zur Diagnose in die Klinik gebracht, die Polizei sucht Zeugen.

Einen Zeugen gab es in der Finninger Straße. Er hatte beobachtet, wie zwei Unbekannte einen Knallkörper in eine Mülltonne warfen. Sie geriet in Brand, er wurde von der Feuerwehr gelöscht: 1000 Euro Schaden. In Biberach waren es bei einem ähnlichen Vorfall sogar 50.000 Euro.

In Ulm wurde in der Silvesternacht ein aggressiver und alkoholisierter 27-Jähriger an mehreren Lokalen in der City abgewiesen. Als er vor einem Lokal randalierte, fiel er einer Streife auf. Weil er sich weigerte nach Hause zu gehen, landete er in einer Zelle des Reviers West. Dasselbe Revier ermittelt wegen eines Einbruchs im Kindergarten am Eselsberg. Dort nahmen Einbrecher einen Tresor mit und richteten erheblichen Sachschaden an.

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