Erfreuliche Nachrichten vom regionalen Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter. Im Mai waren im Bezirk der Ulmer Agentur rund 9450 Menschen arbeitslos gemeldet: knapp 300 oder 3,0 Prozent weniger als im April. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es sogar mehr als 700 oder 7,6 Prozent weniger. Wie die Agentur mitteilte, sank die Arbeitslosenquote insgesamt um 0,1 Punkte auf 3,1 Prozent.
„Der Trend scheint intakt zu sein, die Arbeitslosigkeit geht den vierten Monat in Folge zurück. Ich gehe davon aus, dass sich der Arbeitsmarkt mit zunehmenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen weiter schrittweise erholen wird“, kommentiert Agenturchef Mathias Auch die Entwicklung. Nur bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit können man leider nicht an die Fortschritte der Vor-Corona-Zeit anknüpfen.

Positive Impulse in Industrie und Handel

Der Zugang von Arbeitsstellen zog leicht an. Im Mai gingen demnach mehr als 1300 Stellenneumeldungen ein, 8 Prozent mehr als im April. Der Stellenbestand kletterte auf gut 4300 offene Angebote. „Trotz noch immer bestehender Einschränkungen in vielen Branchen zieht die Arbeitskräftenachfrage an. Das betrifft vor allem viele Industrie- und Handwerksbetriebe. Erste positive Impulse zeigen sich auch wieder im Handel“, sagt Auch.
Arbeitslos gemeldet waren bei der Agentur etwas mehr als 5400 Frauen und Männer. Negativer sieht es bei den für die Grundsicherung zuständigen Jobcentern aus. Dort waren fast 2600 Personen gemeldet, die länger als ein Jahr ohne Job sind: 0,5 Prozent mehr als vor vier Wochen.

Hohe Ausbildungsbereitschaft

Erfreulich sei die unvermindert hohe Ausbildungsbereitschaft regionaler Unternehmen, so Auch. Coronabedingt seien Jugendliche aber schwerer zu erreichen als in den Vorjahren. Aktuell gibt es 1600 freie Ausbildungsstellen und 900 junge Menschen, die noch einen Ausbildungsplatz über die Agentur suchen.
Auch appelliert an junge Leute, sich jetzt zu bewerben: „Im nächsten Jahr wird die Konkurrenz deutlich größer sein und die Suche nach einem Ausbildungsplatz schwieriger.“

Weniger Kurzarbeiter

Vorläufige Daten zur Kurzarbeit liegen einstweilen nur bis zum 25. Mai vor. Demnach zeigten in diesem Zeitraum 62 Betriebe für rund 1300 Beschäftigte bei der Agentur Kurzarbeit an, ein deutlicher Rückgang: Im April waren es 141 Betriebe mit mehr als 4100 Kurzarbeitern.