Kein Abt mehr an der Ecke Platzgasse/Münsterplatz. Daran werden sich die Ulmer erst gewöhnen müssen. Und nicht nur sie. Seit Jahrzehnten ist das Haushaltswarengeschäft auch ein Anlaufpunkt für Einkäufer aus dem Umland. Eine Institution des Ulmer Handels. Mit tradierter Strahlkraft weit in die Region hinaus.

Das macht die Nachricht vom geplanten Abt-Umzug in die Hirschstraße zu mehr als der schlichten Mitteilung, dass sich im Ulmer Innenstadthandel mal wieder was ändert. Großdrogerist Erwin Müller, der den Betrieb samt Stammgebäude 2017 übernommen hatte, macht sich daran, an einem der empfindlichsten Standorte der Ulmer City zu operieren.

Abt ist ein Magnet für die Stadt Ulm

Deshalb sollte dem erfahrenen Investor, der zuweilen mit seiner Heimatstadt und deren Verwaltung fremdelt, klar sein, dass ein längerer Leerstand am Münsterplatz für seine Handelskollegen zum Problem werden könnte. Abt ist Garant für das, was die Handelsexperten Frequenz nennen. Umgangssprachlich: Der Laden ist ein Magnet. Und wer schon mal in der Stadt ist, schaut auch bei anderen Händlern rein.

Aus Rücksicht auf den Wirtschaftsstandort im Herzen der Stadt muss es also schnell gehen. Egal ob Kernsanierung oder Neubau. Wobei sich bei Letzterem ja von selbst verstünde, dass die Stadt gestalterisch mitmischen muss.

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