Damit werde denjenigen Menschen, die Abfallkörbe nach Verwertbarem und beim nächsten Supermarkt Einlösbarem durchwühlen, eine entwürdigende und gesundheitsgefährdende Tätigkeit erspart, hieß bei der Sitzung des städtischen Ausschusses öffentlicher Lebensraum und Verkehr. Die CSU-Stadträte Thomas Ott und Johannes Stingl hatten im Juli vorgeschlagen, dass Neu-Ulm in dieser Sache aktiv werde, nachdem das Thema damals durch die Medien ging.

Die beiden von einem Handwerker für 300 Euro gebastelten Flaschenhalterungen werden ein Jahr lang erprobt. Anschließend werden die Ausschussmitglieder über die Erfahrungen unterrichtet, hieß es weiter. FDP- Stadträtin Andrea Krnavek findet es zwar "für das Bild des Petrusplatzes nicht angebracht, dass ausgerechnet dort" die Halterungen getestet werden. Letztlich stimmte aber auch sie dem Vorhaben zu. Ihre Ausschusskollegen hatten darauf hingewiesen, dass ein solcher Versuch nur dort Sinn macht, wo sich auch entsprechend viele Menschen bewegen.

In Ulm hat die SPD einen Antrag für solche Flaschenhalterungen gestellt. Die Entscheidung darüber steht aber noch aus.