Nach den Faschingsferien geht es endlich wieder los: Die sechste Projektrunde von „Wir lesen mini“ startet und bringt die Zeitung in die Kindergärten der Region. Die Vorschüler bekommen dabei jeden Tag die SÜDWEST PRESSE geliefert. Sie lernen genauer, wie die Zeitung eigentlich entsteht. Sie malen, basteln, denken sich ihre ganz eigenen Projekte aus – und sie dürfen natürlich auch selbst als Kinderreporter auf Recherche-Tour gehen. Die Geschichten, die dabei entstehen, sind dann in den kommenden Wochen auf der „Wir lesen“-Seite zu finden.

Diesmal sind insgesamt 49 Einrichtungen aus der ganzen Region mit 828 Vorschülern bei „Wir lesen mini“ dabei, aufgeteilt auf zwei Projektphasen. Gut 50 Erzieherinnen und Erzieher haben vorab schon mal bei der SÜDWEST PRESSE vorbeigeschaut, um sich genauer über das Projekt zu informieren und sich ein paar Anregungen zu holen. Aber wieso möchten sie eigentlich mitmachen, was haben sie für Ideen? Wir haben mit einigen von ihnen gesprochen.

Annerose Frey ist mit dem Kindergarten Krümelkiste in Halzhausen schon zum vierten Mal dabei. Warum? „Damit die Kinder die Zeitung kennenlernen. Viele wissen ja gar nicht mehr genau, was das ist“, sagt sie. Am liebsten möchte sie mit ihren Vorschülern diesmal hinter die Kulissen einer Bank schauen.

Katrin Nemec macht zum ersten Mal mit. Sie weiß noch nicht genau, was sie und ihre Kinder von der Kita Öchslesmühlbach in Langenau im Rahmen des Projekts machen möchten. „Wir müssen das erstmal besprechen“, sagt sie. Die erste Idee: Es soll sich rund um das Thema Gesundheit drehen – denn im Kindergarten wird heuer sowieso das Thema Körper behandelt.

 Auch Petra Rink ist mit den 26 Vorschulkindern des Kindergarten Regenbogen in Blaustein zum ersten Mal beim Bildungsprojekt mit dabei. Ihr ist wichtig, dass die Kinder das Medium Zeitung kennenlernen. „Sie sollen nicht nur Handys und Computer nutzen, sondern wissen wofür eine Zeitung notwendig ist.“ Die Vorschulkinder seien jetzt schon richtig gespannt auf das Projekt. „Vor allem auf die Buchstaben und auf das, was man mit ihnen alles machen kann, sind sie ganz wild.“

„Ich will erreichen, dass die Kinder mehr Wörter kennenlernen“, sagt Aiste Grinkaite vom Kindergarten Holzschwang. Außerdem will sie die Neugier und das Interesse ihrer Vorschüler fördern. Auch sie macht zum ersten Mal bei „Wir lesen“ mit. Sie möchte „gemütlich und mit Spaß“ an das Projekt herangehen und erstmal schauen, was ihre Kinder besonders interessiert. „Wir tasten uns da langsam heran.“ Was ihr an dem Bildungsprojekt besonders gut gefällt? „Dass die Zeitung ja eigentlich was für Große ist“, sagt sie. „Das finden die Kinder toll.“

Seit Anfang an mit dabei ist der Kindergarten Regenbogen aus Obenhausen. „Es kommt dermaßen gut bei den Eltern und Kindern an, dass wir ganz selbstverständlich wieder mitmachen“, sagt Erzieher Stefan Neuberger. „Der Kindergarten sieht während des Projekts teils aus wie ein Schlachtfeld, weil überall Zeitungen sind.“ Er selbst macht in diesem Jahr zum ersten Mal mit und freut sich auf das Projekt. „Es hört sich auf jeden Fall spannend an.“

Sponsoren bieten Recherche-Touren


Sponsoren „Wir lesen mini“ wäre nicht möglich ohne die Projektsponsoren. Dabei sind wieder die AOK Ulm-Biberach (vertreten durch Susanna Kraus-Janik und Patricia Steiniger), die IHK Ulm (vertreten durch Simone Bergande) und die Volks- und Raiffeisenbanken Ulm/Alb-Donau-Kreis (vertreten durch Gisela Eggensberger).

Recherche Mithilfe der Sponsoren gehen die Kinder auch auf Recherche-Tour: Bei der AOK Ulm-Biberach können die Vorschüler mit Maskottchen Jolinchen mehr über Ernährung, Bewegung und Entspannung erfahren. Die IHK Ulm lädt ins Forscheratelier rund um „Licht, Farbe, Sehen“ sowie „Magnete oder Technik“ ein. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken Ulm/Alb-Donau-Kreis können die Nachwuchsredakteure einen Blick hinter die Kulissen und Bankautomaten werfen.