Bildung „Wir lesen junior“ beginnt

Ulm / Bianca Frieß 16.04.2018

Ab heute bekommen viele Grundschüler in der Region wieder die SÜDWEST PRESSE in ihr Klassenzimmer geliefert: „Wir lesen junior“ beginnt. 73 Schulen mit 120 Klassen nehmen teil – verteilt auf zwei Projektphasen. Insgesamt machen in diesem Jahr 2611 Grundschüler mit. Die Kinder bekommen durch das Bildungsprojekt einen Einblick in die Welt der Medien: Sie lernen, wie eine Zeitung entsteht und welche journalistischen Darstellungsformen es gibt.

Außerdem dürfen sie selbst als Kinderreporter auf Recherche gehen und Interviews führen. Die Ergebnisse sind in den kommenden Wochen auf der „Wir lesen“-Seite zu finden. Die Lehrerinnen und Lehrer haben der SÜDWEST PRESSE schon im Vorfeld einen Besuch abgestattet, um sich genauer über das Projekt zu informieren. Wir haben mit einigen von ihnen gesprochen:

Lehrerin Yvonne Tschechne unterrichtet eine vierte Klasse an der Astrid-Lindgren-Schule in Ulm, ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Schwerpunkt Sprache. Sie macht zum ersten Mal beim Projekt „Wir lesen“ mit. „Das ist total spannend für die Kindern, einen Einblick in die Zeitung zu bekommen“, sagt sie. Überzeugt haben sie vor allem die vielfältigen Recherche-Angebote. Sie würde mit ihren Schülern zum Beispiel gerne beim Geocaching, also einer digitalen Schnitzeljagd, mitmachen. Auch einen Besuch im Freizeitbad Nautilla oder im Medienhaus der SÜDWEST PRESSE kann sie sich vorstellen.

„Lesen ist immer eine sinnvolle Sache“, sagt Julia Fink, die eine vierte Klasse an der Grundschule Pfuhl unterrichtet. Sie ist zusammen mit ihrer Kollegin Lisa Müller zur Einführungsveranstaltung ins Medienhaus gekommen. Ihre Schule hat schon oft bei „Wir lesen“ mitgemacht. „Bei uns ist das seit Jahren Tradition, das ist gang und gäbe“, sagt Müller. Sie hofft, dass die Kinder durch das Projekt einen besseren Zugang zur Zeitung bekommen. „Ich glaube, für die meisten ist das nicht so alltäglich.“

Dieser Meinung Meinung ist auch Andrea Milde von der Grundschule in Kellmünz. „Kinder kommen immer weniger mit der Zeitung in Berührung“, sagt sie. Für sie ist vor allem der Punkt Allgemeinbildung wichtig. „Die Zeitung bietet die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren.“ Auch Milde möchte mit ihrer Klasse auf Recherche-Tour gehen – am besten lokal in Kellmünz. Sie könnte sich etwa vorstellen, dem Dorfladen oder der Firma Butzbach einen Besuch abzustatten.

Recherche-Aktionen für Schüler

Sponsoren „Wir lesen“ wird über Sponsoren finanziert, die auch Recherche-Aktionen organisieren:

Schnitzeljagd Der Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (DING) bietet Geocaching an. Bei dieser elektronischen Schnitzeljagd durch die Friedrichsau müssen die Schüler Rätsel lösen, um einen kleinen Schatz zu finden. Außerdem bekommen sie die Möglichkeit, die Großbaustelle am Ulmer Hauptbahnhof zu besuchen.

Freizeitbad Im Nautilla in Illertissen erfahren die Schülerreporter, wie die Aufgaben eines Schwimmmeisters aussehen, wie viel Wasser in ein Becken kommt und wie die Wasserqualität kontrolliert wird. Es gibt auch eine Führung durch Bereiche, die Badegäste normalerweise nicht betreten dürfen.

Wissenschaft Bei der IHK Ulm werden die Schülerreporter zu Wissenschaftlern und recherchieren über die Grundlagen der Programmierung. Sie dürfen einen Unterrichtsroboter, den „Bee-Bot“, nach ihren Wünschen programmieren oder in einem Forscheratelier dem Licht ganz genau auf die Spur gehen.

Bank Auch die Bezirksvereinigung der Volks- und Raiffeisenbanken Ulm/Alb-Donau-Kreis (BZV) ist Sponsor. Hier haben die Schülerreporter die Möglichkeit, in einer nahe gelegenen Filiale alles Wissenswerte rund um das Thema Geld zu erfahren – inklusive einer Führung durch die Bank.

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