Verkehr Sperrungen in Ulm: „Wir fahren jetzt wieder heim“

Wer zuerst: Walze oder Auto? Autofahrer standen am Samstag im Stau.
Wer zuerst: Walze oder Auto? Autofahrer standen am Samstag im Stau. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / Beate Rose 03.09.2018
Wegen Bauarbeiten zur Linie 2 kam es am Wochenende zu Sperrungen. Nicht alle Autofahrer kamen damit zurecht.

Von mittags bis abends stockender Verkehr an der Theaterkreuzung, in der Neutorstraße und vor allem stadteinwärts wie stadtauswärts auf der Ludwig-Erhard-Brücke. Autofahrer hatten es am Samstag schwer, weil Straßen wegen der Bauarbeiten an der Linie 2 gesperrt worden waren.

Ludwig-Erhard-Brücke Das Nadelöhr am Samstag. Schilder und zwei Streckenposten wiesen zwar daraufhin, dass die Leute stadteinwärts über die Karlstraße fahren sollten, jedoch war eine Rechtsabbiegespur in Richtung Innenstadt geöffnet. Das wurde jenen zum Verhängnis, die sie auch benutzten, denn Autofahrer wurden zum „Hanser und Leiber“-Autohaus geführt, weiter unter der Brücke zum SWU-Gelände und wieder auf die Erhard-Brücke stadtauswärts. „Verrückt“, rief ein Autofahrer aus Karlsruhe, der so eine halbe Stunde vergeudet hat. Ein Ehepaar aus Crailsheim beschloss: „Wir fahren jetzt wieder heim.“ Bauoberleiter Johann Karmann von der Firma Sweco erklärte, die Rechtsabbiegespur musste offenbleiben, da das Autohaus geöffnet hatte.

Wengenviertel Die Ein- und Ausfahrt zur Wengengasse war gesperrt. Was einem Transporter aus Friedrichshafen am Samstagmittag zum Verhängnis wurde. Der Fahrer stoppte in der Sedelhofgasse. „Wie kommen wir hier wieder raus?“, rief er. Die Beifahrerin ziehe „ausgerechnet heute“ nach Ulm. Ein Anwohner der Sterngasse schimpfte über die Sperrung Wengengasse. Seine Lösung: „Ich fahr über den Neuen Graben. Der ist zwar Einbahnstraße, aber das ist mir heute egal.“

Bauarbeiten Bauoberleiter Karmann war zufrieden mit den Bauarbeiten. Das Wetter hatte gehalten, die Asphaltdeckschicht konnte, wie geplant, aufgebracht werden. Doch von Donnerstag, 6. September, steht die nächste große Sperrung an. Dann folgen Bauarbeiten in die entgegengesetzte Richtung. 

Das könnte Dich auch interessieren:

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel