Buchtipp „Weihnachtshaus“ ist die richtige Feiertagslektüre

Claudia Wiltschek empfiehlt „Weihnachtshaus“ von Zsusza Bánk.
Claudia Wiltschek empfiehlt „Weihnachtshaus“ von Zsusza Bánk. © Foto: Patrick Vetter
Ulm / Patrick Vetter 07.12.2018

Passend zur Lebkuchenzeit empfiehlt Claudia Wiltschek von der Ulmer Kulturbuchhandlung Jastram „Weihnachtshaus“ von Zsu­zsa Bánk. Das „sprachlich wunderschöne kleine Büchlein“ handele von Menschen, die Verluste erlitten haben und in der Vorweihnachtszeit von Sehnsüchten, Trauer und Erinnerungen heimgesucht werden.

Die Erzählerin leitet zusammen mit ihrer Freundin Lilli ein Café irgendwo in Deutschland. Das Geschäft läuft ganz gut, besonders viel verdienen die beiden damit aber nicht. Eigentlich haben sie sich gerade einen Lebenstraum erfüllt und ein Haus auf dem Land gekauft. Die Ernüchterung kommt aber schnell: Mit der Renovierung geht es nicht voran. Die Freundinnen verzweifeln, bis ein Mann namens Bill mit Lillis Vater im Café auftaucht. Äußerlich wirkt der Amerikaner verwahrlost, entpuppt sich dann aber als fähiger Handwerker. Er hilft dabei, das Haus herzurichten und den Traum der Frauen zu verwirklichen.

Verluste erlitten

Währenddessen rückt Weihnachten näher. Die Erzählerin erinnert sich an glückliche Weihnachten in der Kindheit, denen sie nachtrauert und denkt viel an ihren verstorbenen Mann, erzählt Wiltschek. „Ihre Freundin hat keine Weihnachtserinnerungen, denen sie nachtrauern könnte“, sagt sie. Lilli habe eine schwierige Vergangenheit. Dass auch Bill einen schweren Verlust zu verkraften hatte, werde im Verlauf des Buches immer deutlicher.

„Eine Schlüsselszene ist dann Weihnachten selbst“, sagt Wiltschek. Alle feiern zusammen in Winterjacken im noch unbeheizten Landhaus. Durch Bill werde Lillis Traum, Weihnachten auch mal glücklich zu sein, tatsächlich wahr. Wie in ihren anderen Werken schreibe Autorin Zsuzsa Bánk „wunderschön über die Schicksale der Leute und Menschen, die Verluste erlitten haben“.

Info Zsusza Bánk: „Weihnachtshaus“. Edition Chrismon, 112 Seiten, 12 Euro.

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