Tanzfestival „Ulm moves!“ – Ein Blick zurück und voraus

Tänzerinnen des Laboratorio Danza auf dem Judenhof beim Parcours von „Ulm moves!“.
Tänzerinnen des Laboratorio Danza auf dem Judenhof beim Parcours von „Ulm moves!“. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Claudia Reicherter 12.09.2018

Nach dem beliebten Parcours durch die Innenstadt, einem überragenden „Grand Finale“ der Londoner Hofesh Shechter Company im Thea­ter Ulm und Sharon Fridmans atemberaubend wirbelndem Tanzstück „Free Fall“ mit Workshop zum Abschluss im Roxy waren Ende Juni alle euphorisiert: Veranstalter, Beteiligte und Besucher des 3. Ulmer Tanzfestivals „Ulm  moves!“. Von „Riesenerfolg“ war unter Tanzbegeisterten die Rede und davon, wie toll es sei, dass so etwas in einer Stadt von der Größe Ulms überhaupt möglich ist.

Dazu wurde aber auch die Forderung laut, das von vier Institutionen – Stadthaus, Ulmer Zelt, Theater Ulm und Roxy – gemeinsam veranstaltete zweijährige Festival unter der künstlerischen Leitung des Choreografen und Strado-Compagniechefs  Domenico Strazzeri strukturell auf eine zukunftsfähige Basis zu stellen. Bislang wird das Festival von den Veranstaltern zusätzlich zum regulären Programm gestemmt, was die Mitarbeiter teilweise an den Rand ihrer Belastbarkeit trieb. Und den Wunsch aufkommen ließ nach jemandem, der die organisatorische Seite bündelt.

Nun ziehen die Vertreter der vier beteiligten Häuser und Strazzeri Bilanz: knapp 5000 Besucher bei zwei Dutzend Veranstaltungen in zehn Tagen, dazu 1400 Besucher der begleitenden Stadthaus-Ausstellung „Movin’ Pics“ im Festivalzeitraum und 6800 insgesamt – das kann sich sehen lassen. Auch vom Budget her dürfte die Rechnung aufgehen, alle Abrechnungen liegen allerdings noch nicht vor.

Ein erster Blick in die Zukunft? „Wir alle wollen, dass es weitergeht“, sagt Strazzeri. Abgesehen davon ist aber vieles noch in der Schwebe. Angefangen bei der künftigen organisatorischen, personellen und finanziellen Struktur bis hin zum Termin für „Ulm moves!“ Nummer vier: fürs EM- und Berblingerjahr 2020 müsste man „Gas geben, um die Künstler und Gruppen zu bekommen, die uns vorschweben“. Etwa die Bat­sheva Dance Company. Alternativ: 2022? Das ist Stadthausleiterin Karla  Nieraad zufolge „arg lange hin“. In vielerlei Hinsicht seien deshalb gerade „die Hirne am Rauchen“.

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