Ulm / Verena Schühly  Uhr

„Wir wollen, dass unser Land  ein Land der Zuflucht ist. Deshalb setzen wir ein Zeichen zivilgesellschaftlichen Engagements, um Abschiebungen nach Afghanistan zu stoppen“, sagte gestern Wolfgang Erler, Vorsitzender des Flüchtlingsrats Ulm/Alb-Donau bei der Mahnwache in der Hirschstraße. Rund 150 Menschen nahmen daran teil, darunter viele Flüchtlinge. Sie trugen Transparente mit Aufschriften wie „Keine pauschale Ablehnung, jeden Einzelfall prüfen“ oder „Integration statt Abschiebung“. Zwei junge Afghanen berichteten über ihr Schicksal und ihre Hoffnung, in Deutschland ein Leben in Sicherheit und Frieden zu finden: „Für uns bedeutet Abschiebung den Weg ins Nichts, in den Tod.“ Lilian Freuding und Eva-Maria Glathe-Braun von der Initiative „Stopp Abschiebung nach Afghanistan“ sprachen von einer „perfiden Abschiebungsmaschinerie in ein labiles, unsicheres Land“ und davon, wie Abschiebungen Vertrauen zerstörten. Nicht nur bei den betroffenen Flüchtlingen, sondern auch bei Helfern.