Ulm "Oratorium" hat noch politischen Nachklang

Ulm / HUT 26.03.2015
Das "Ulmer Oratorium", das zur 125-jährigen Vollendung des Münsterturms Ende Mai hätte aufgeführt werden sollen, aber abgeblasen worden ist, wird eine politische Debatte nach sich ziehen.

Das verlangt die Fraktion der Grünen, wie gestern im Gemeinderat deutlich wurde. Zwar hat OB Ivo Gönner den Grünen eine ausführliche schriftliche Antwort auf Fragen zu Gründen der Absage gegeben. "Dennoch müssen wir in einem gemeinderätlichen Ausschuss noch darüber reden", sagte Stadträtin Lena Schwelling. Der OB entgegnete, eine solche Debatte könne jederzeit geführt werden, jedoch werde sich zunächst der - nichtöffentlich tagende - Arbeitskreis Marketing mit dem Thema befassen. In diesem Arbeitskreis war die Ur-Idee geboren worden, zum Turmjubiläum ein eigenes Musikwerk schreiben und aufführen zu lassen.

In seiner Antwort an die Grünen übernimmt Gönner die Verantwortung für die Absage. "Die Entscheidung hat der Oberbürgermeister getroffen, nach vorheriger Beratung mit den Ulmer Akteuren." Ausschlaggebend sei gewesen, dass trotz regelmäßiger Kommunikation mit dem Komponisten Marios Joannou Elia zum vereinbarten Ultimo Ende Februar keine vollständige Komposition und keine komplette Dirigierpartitur vorgelegen hätten. In der Vertragsvereinbarung mit Elia sei ein Kündigungsrecht aus wichtigen Gründen verankert. Gönner: "Die Nichteinhaltung der Frist ist ein wichtiger Grund."

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