Schwörmontag 2018 Ulm: „Identitäre Bewegung“ scheitert mit Banner-Aktion

Beim Nabada versuchten rechtsextreme Aktivisten ein Banner auszurollen.
Beim Nabada versuchten rechtsextreme Aktivisten ein Banner auszurollen. © Foto: Beobachternews
Ulm/Neu-Ulm / swp 26.07.2018
Beim Nabada versuchten vermeintliche Mitglieder der „Identitären Bewegung“ einen Banner an einer Eisenbahnbrücke abzurollen.

Beim Nabada am Montagnachmittag versuchten vermeintliche Mitglieder der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ (IB) einen Banner an der Eisenbahnbrücke abzurollen. Sie wurden dabei allerdings unterbrochen. Das linksorientierte Internetportal „Beobachter News“ berichtet auf seiner Website, dass eine „kleinere Gruppen von links aktiven Menschen“ die Aktion stoppen konnte, indem einer von ihnen das Banner festhielt. Die Polizei Schwaben-Südwest hält sich zu dem Vorfall bedeckt. Polizisten hätten das Banner allerdings sichergestellt und die Personalien der vermeintlichen Mitglieder der IB aufgenommen. Auf dem Banner wäre kein strafrechtlich relevanter Inhalt gestanden. Trotzdem wolle die Polizei die Botschaft nicht über die Presse verbreiten.

Aktion im vergangenen Jahr

Bereits im vergangenen Jahr hatte die IB mit einem Banner über der Donau für reichlich Wirbel gesorgt. Damals war es der Bewegung gelungen, einen Banner über dem Fluss zu spannen. Darauf stand: „Auftauchen und aktiv werden“. Passanten hatten das Plakat damals entfernt. Die Partei Die Linke forderte daraufhin in einem Schreiben an Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch Aufklärung darüber, wie es zu dem Vorfall hatte kommen können. Vor allen Dingen wollten die Politiker der Linken wissen, wie es unter den Augen der Polizei passieren konnte, dass das Transparent mit den rechtsextremen Parolen auf Höhe des Edwin-Scharff-Hauses während des Nabadas aufgezogen werden konnte.

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