Ulm / Christoph Mayer  Uhr
Eine Mitmachausstellung in den ehemaligen Räumen des „58“ am Münsterplatz in Ulm beleuchtet die Realitivitätstheorie Albert Einsteins. Eröffnung ist am Donnerstag, 20. Juni.

Es ist die erste Ausstellung in den neuerdings von Stadt und Münstergemeinde gemeinsam genutzten Räumen am Münsterplatz 25, und sie widmet sich keinem Geringeren als dem berühmtesten Sohn der Stadt, Albert Einstein. Am Donnerstag, 20. Juni, öffnet in den Räumen des ehemaligen Skaterladens „58“ die multimediale Mitmachausstellung „Einstein inside – 100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie“. Zu sehen ist sie bis 25. August mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr – bei freiem Eintritt. Für Schulklassen gibt es Gratis-Führungen.

Begleitprogramm bis Mitte August

Konzipiert wurde die Wanderausstellung von der Abteilung Theoretische Physik der Universität Tübingen. Zu Ulm passt sie allerdings optimal, findet Ingo Bergmann, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Ulm. Nicht nur, weil sie damit in der Geburtsstadt des Jahrhundertgenies angekommen ist, sondern weil die (Quanten-)Physik ja auch an der hiesigen Uni groß geschrieben wird, zahlreiche Uni-Physiker sich zudem für das von einem Verein getragene Anliegen eines großen Einstein-Museums in der Ulmer Innenstadt stark machen.

Weshalb das Begleitprogramm zur Ausstellung auch maßgeblich von der Uni Ulm auf die Beine gestellt wurde. Bis Mitte August beleuchten fünf Vorträge im Stadthaus und in der Sparkasse Neue Mitte Einsteins Leben und Wirken aus physikalischem, philosophischem und historischem Blickwinkel. Den Auftakt macht am nächsten Mittwoch (20 Uhr, Kundenhalle Sparkasse) Prof. Markus Gabriel von der Uni Bonn mit dem Thema „Ontologische Relativität und die Wirklichkeit des Universums“.

Mitmachausstellung: Theorie erfahrbar machen

Wem das vielleicht eine Spur zu akademisch erscheint, für den kommt die eigentliche Ausstellung gerade recht. Versucht sie doch, die abstrakte Relativitätstheorie Einsteins erfahr- und erfassbar zu machen. Es gibt großformatige Poster, Filme, Visualisierungen und Computerspiele, aber auch interaktive Simulationen. So kann man etwa auf einem mit Motor ausgestatteten Sessel Platz nehmen und sich durchrütteln lassen. Mit dieser Simulation sollen die von Einstein vor
100 Jahren vorhergesagten, aber erst im September 2015 durch Messungen direkt nachgewiesenen Gravitationswellen spürbar gemacht werden.

Ein alter Ausstellungs-Bekannter ist die relativistische Fahrradfahrt durch die Tübinger Altstadt. In dieser Computersimulation wird die Lichtgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer herabgesetzt. Wer auf dem vor dem Bildschirm stehenden Fahrrad Platz nimmt und kräftig in die Pedale tritt, saust mit annähernder Lichtgeschwindigkeit durch virtuelle Straßen. Schon im „Ulmer „Einstein-Jahr 2004 hatte sich dieses Exponat in der damaligen Stadthaus-Ausstellung großer Beliebtheit bei Besuchern erfreut, sagt Dr. Hans-Peter Nollert vom Institut für Astrophysik der Uni Tübingen, der die Ausstellung derzeit aufbaut. Ansonsten sei aber das meiste neu, man präsentiere beispielsweise Dunkle Materie, Pulsare, stelle aber auch aktuelle Forschungsthemen, Organisationen und Einrichtungen vor, die sich mit Einsteins Entdeckungen beschäftigen.

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Auf der B 10 kam es am Donnerstagabend gegen 18 Uhr zu einem Unfall, bei dem drei Autos beschädigt wurden. Vier Menschen erlitten leichte Verletzungen.

In den Nächten vom Freitag, 14. Juni, bis zum Sonntag, 16. Juni, ist die A8 zwischen den Anschlussstellen Ulm-Ost und Ulm-West wechselseitig jeweils in eine Richtung gesperrt.

Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung

Konzept: In den Räumen am Münsterplatz 25 soll es regelmäßig Ausstellungen geben. Die nächste ist schon eingetütet. Nach Abbau der Einstein- Ausstellung Ende August folgt von Anfang September bis Ende Oktober eine Schau über die Ulmer Hochschule für Gestaltung.

Birdly: Zudem wird der bis Januar in der Kramgasse aufgestellte Flugsimulator „Birdly“ am Münsterplatz 25 eine dauerhafte Bleibe finden, sagt Ingo Bergmann von der Stadt Ulm.