Kindertheater „Cinderellas Schuhe“ am Theater Ulm

Christel Mayr als Prinzessin auf der Kiste.
Christel Mayr als Prinzessin auf der Kiste. © Foto: Kerstin Schomburg
Ulm / Christina Kirsch 01.10.2018

Wie war das nochmal mit den Schuhen von Cinderella? „Sie sind ihr vom Fuß gerutscht, als sie aus dem Ballsaal lief.“ Das ist die offizielle Story, die Christel Mayr am Sonntagnachmittag im Oberen Foyer des Theaters Ulm erzählt. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn die gläsernen Pantoffeln, in denen es sich so gut tanzen lässt, sind in Wirklichkeit ganz eigensinnige, dickköpfige Schuhe, die mit ihrer Trägerin machen, was sie wollen.

Befehlen lassen sie sich schon mal gar nichts. Und so klebt Imelda Plaudertasche (Christel Mayr) wie festgenagelt auf dem Teppichboden und kommt nicht zu ihrem Termin. Dabei ist sie eine gefragte Erzählerin. Ihr Telefon steht nicht still, die Schuhe schon.

Da hilft kein gutes Zureden.  In der Premiere des Kinderstücks „Cinderellas Schuhe“ von Mike Kenny sitzt Imelda Plaudertasche in einem Schrankkoffer und ist eingeschlafen. Es war wohl zu anstrengend, den Kindern andauernd Geschichten zu erzählen. Plötzlich fährt sie jedoch hoch und ihr fällt die Geschichte der Schuhe vom Aschenputtel wieder ein. Aus diversen Koffern wachsen kleine Szenen, in denen die Geschichte spielt (Inszenierung: Martin Borowski): Die Schusterwerkstatt des Vaters, ein Bauernhof und ein See kommen zum Vorschein.

Christel Mayr verschiebt Pappfiguren, öffnet Türen, lässt es schneien. Auf der Suche nach den Schuhen tauscht sie sogar in einem großen Koffer-See  ab. Zwischendurch müssen immer wieder die Schuhe gebändigt werden, die als eigenwillige Persönlichkeiten durch die Gegend stapfen und Imelda auf Trab halten.

Bergstiefel, Pantoffel, Gummistiefel und Tanzschuhe treten auf. Mayr tanzt und erzählt dazu so, dass den Kindern der Mund offenstehen bleibt. Und die frechen Schuhe? Die müssen wandern. Am Ende bringen sie Wohlstand und Glück.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel