Nachtkritik „Carmina Burana“ feiert Premiere am Theater Ulm

„Carmina Burana“ am Theater Ulm.
„Carmina Burana“ am Theater Ulm. © Foto: Jochen Klenk
Ulm / Jürgen Kanold 17.05.2018

Es ist ein Abend mit Anspruch und ein anspruchsvoller Abend. In seiner letzten Inszenierung am Theater Ulm hat sich Operndirektor Matthias Kaiser kompromisslos viel vorgenommen: Arnold Schönbergs Minidrama „Die glückliche Hand“, dann eine Uraufführung, Gerhard Stäblers ausdrucksvolle musiktheatralische Skulptur „Dahinströmen, Singend“ – das Klagen des mythischen Sängers Orpheus im tosenden Klang-Meer. Schließlich Carl Orffs „Carmina Burana“: Die Feierlaune der Goldenen Zwanziger färbt sich in Nazi-Braun. „O Fortuna“? Der Abend endet nicht in bombastischem D-Dur – sondern mit einem komponierten Aufschrei Stäblers. Ein mahnender, grandioser Schluss. Viel Premierenbeifall am Donnerstagabend.

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