Ulm "Bündnis Atomausstieg" macht auf Gefahren aufmerksam

Wenn das Atomkraftwerk in Gundremmingen havariert, hätten nur die Menschen eine Chance auf effektive Hilfe, die mittlere Strahlung abbekommen haben. Darauf machten die Demonstranten in der Hirschstraße aufmerksam. Foto: Volkmar Könneke
Wenn das Atomkraftwerk in Gundremmingen havariert, hätten nur die Menschen eine Chance auf effektive Hilfe, die mittlere Strahlung abbekommen haben. Darauf machten die Demonstranten in der Hirschstraße aufmerksam. Foto: Volkmar Könneke
YEL 25.02.2013
"Bei einem Atomunfall ist Katastrophenschutz Augenwischerei" sagt Uta Wittich vom Ulmer "Bündnis Atomausstieg". Sie und andere Mitglieder haben sich am Samstag in der Hirschstraße positioniert, um Passanten auf die Gefahren eines GAUs aufmerksam zu machen.

Das Atomkraftwerk in Gundremmingen ist das letzte vom "Typ Fukushima", das in Deutschland noch in Betrieb ist. Falls es zum GAU komme, sehe es für die meisten Menschen im weiteren Umkreis trübe aus. Um das zu verdeutlichen, wurden Passanten in drei Gruppen eingeteilt: schwach, mittel und stark verstrahlte. "Nur die mittleren würden im Ernstfall dekontaminiert", erklärt Wittich. Für die stark verstrahlten komme jede Hilfe zu spät, die schwach verstrahlten bekämen Jodtabletten - die aber nur wirken, wenn man sie rechtzeitig einnimmt und auch nur die Schilddrüse vor radioaktivem Jod schützt, nicht aber vor der restlichen Strahlung. Daher fordert das "Bündnis Atomausstieg", das AKW Gundremmingen abzuschalten - und zwar sofort. Info Eine Demo findet am 9. März ab 14 Uhr auf dem Marktplatz Günzburg statt. Einen Vortrag zum Thema gibt es schon am Dienstag, 26. Februar, ab 20 Uhr in der vh Ulm.