Spielplatz Neuer behindertengerechter Spielplatz in Söflingen

Ab sofort kann gespielt und gerutscht werden auf dem neu gestalteten Spielplatz vor der Söflinger Klosterkirche St. Maria.
Ab sofort kann gespielt und gerutscht werden auf dem neu gestalteten Spielplatz vor der Söflinger Klosterkirche St. Maria. © Foto: Katrin Dietrich/Stadt Ulm
Söflingen / Carolin Stüwe 07.12.2016
Zwischen Meinlohhalle und Klosterkirche hat Söflingen einen neu gestalteten Spielplatz erhalten. Die Stadt hat 230.000 Euro dafür ausgegeben.

Es ist zwar Dezember und Winter, aber weil selbst in Ulm stundenweise die Sonne scheint, „freut sich der Vorstadtverein Söflingen, bekannt geben zu können, dass der umgestaltete Spielplatz an der Meinlohhalle ab sofort für Groß und Klein wieder geöffnet ist“. Am meisten freut sich der Vorsitzende des Vorstadtvereins und SPD-Stadtrat Martin Ansbacher: „Die Stadt hat für die Nutzung grünes Licht gegeben.“ Dieser bei Kindern seit 15 Jahren beliebte Spielplatz vor der Söflinger Klosterkirche St. Maria habe nun eine deutliche Aufwertung erfahren. „Gleichzeitig wurde der integrative Charakter eines behindertengerechten Spielplatzes erhalten“, lobt Ansbacher.

Eltern durften mitreden

Die Stadt hat nicht nur grünes Licht gegeben, sondern für die Umgestaltung auch insgesamt 230.000 Euro hingelegt. Den Stein ins Rollen gebracht hatte indes die Unabhängige Wählervereinigung Söflingen (UWS). Auf deren Antrag und Initiative hin wurde der Spielplatz renoviert, Geld aus dem städtischen Haushalt hierfür bereitgestellt, und nun nach knapp drei Monaten Bauzeit ist der Spielplatz fertig geworden.

Dem Neubau sei ein „intensiver Diskussionsprozess“ mit den Söflinger Bürgern und Eltern vorausgegangen, berichtet der Vorsitzende. Der Vorstadtverein, das ist der Dachverband aller Söflinger Vereine, habe die Anregungen und Wünsche dann weitergegeben an die ausführende städtische Abteilung Grünflächen.

Nach einer Umfrage an der Meinloh-Schule wurde der mehrheitliche Wunsch nach einem Bodentrampolin eingeplant. Tischkicker sollen noch aufgestellt werden. Und in der Röhrenrutsche können auch behinderte Kinder ihren Spaß haben. Seitens des Vorstadtvereins wurde noch angeregt, Tische anzubringen, um für Familien eine Picknickmöglichkeit zu haben.

Die Sitzbänke für Mütter und Väter stehen bereits. Für Kleinkinder wurden so genannte Sandspielelemente aufgebaut und im Sommer oder bei Regen schützt sie ein großes Sonnensegel. Restarbeiten wie eine Asphaltdeckschicht und Rasenansaaten sollen dann im Frühjahr folgen – ebenso eine offizielle Eröffnung mit allen Beteiligten.

Übrigens: Der Platz wurde erstmals vor 15 Jahren „als erster behindertengerechter Spielplatz Ulms“ eröffnet. Angestoßen hatte das Projekt der Ulmer Club für Körperbehinderte und ihre Freunde. Kritik eines Vaters damals: Der Spielplatz sei nichts für Kleinkinder. Das kann jetzt niemand mehr sagen.

Neue Satzung ab nächstem Jahr

Verbote 207 Spielplätze gibt es in Ulm. Ab 2017 wird unterschieden zwischen Spielplätzen, auf denen „jeder spielen darf“ wie Skaterplätze, und Kinderspielplätzen. Der größte Unterschied: Auf ersteren ist der Konsum von Alkohol und Zigaretten erlaubt, auf letzteren ausdrücklich verboten. Denn dort dürfen nur Kinder spielen, die höchstens 14 Jahre alt sind, und das nur von 8 bis 21 Uhr.