Die Zahl der Corona Infizierten in Baden-Württemberg steigt weiter an. Entsprechend steigt auch die Zahl der Erkrankten, die in Kliniken und Krankenhäusern behandelt werden müssen. Die Krankenhäuser füllen sich, der Bedarf an Schutzkleidung für Gesundheitseinrichtungen steigt.

Die Firma Trigema ist bereits in die Produktion von Atemschutzmasken eingestiegen. Auch Speidel aus Bodelshausen stellt ab sofort Masken her. Nun hat auch die Ulmer Wäscherei Bohnet damit begonnen, Schutzmasken zu produzieren.

Wäscherei Bohnet produziert Mundschutzmasken gegen Corona

Seit Montag produziert die Ulmer Wäscherei Bohnet in der hauseigenen Näherei Mundschutzmasken. Der Betrieb reagiert somit auf die starke Ausbreitung des Virus in der Region. Auf Nachfragte sagt der Geschäftsführer Bernd Bohnet: „Zu Beginn wollten wir unsere Mitarbeiter vor einer Ansteckung schützen. Da wir jedoch festgestellt haben, dass ein starker Mangel an Mundschutzmasken besteht, haben wir uns dazu entschieden, selbst welche herzustellen.“ Gesagt, getan. Die Produktion der Masken wurde in Gang gesetzt und diese werden nicht mehr nur von den eigenen Mitarbeitern nachgefragt.

Corona-Pandemie: Krankenhäuser und Pflegeheime benötigen Mundschutz

„Nachdem alle Mitarbeiter versorgt sind, werden die Masken auch an Firmenkunden verkauft“, so Bohnert. „Pflegeheime und Krankenhäuser haben großen Bedarf an Schutzkleidung. Diese möchten wir gemeinsam mit der Ulmer Initiative „den Helfern helfen“ unterstützen.“

Der Ulmer Unterwäscheproduzent Südtrikot stellt der Wäscherei zudem Näher zur Verfügung, um das Produktionsziel von 3.000 Masken pro Woche zu erreichen. Die Masken sind mit speziellen Filterelementen ausgestattet und können sogar gewaschen wiederverwendet werden.

Aktuell prüft das Institut für Mikrobiologie, ob ein Infektionsschutz der Masken vollständig gegeben ist. Der Betrieb hilft wo er kann: „Wir unterstützen außerdem verstärkt Krankenhäuser und Pflegeheime bei der Reinigung von Infektionsschutzkleidung“, betont Bohnet.