Neu-Ulm 93-jährige Glücksfee beim Hermann-Köhl-Rätsel

Im Köhl-Preisrätsel-Cockpit (von links): Reinhold Horny, Annemarie Aubele und Roswitha McLeod. Foto: Oliver Schulz
Im Köhl-Preisrätsel-Cockpit (von links): Reinhold Horny, Annemarie Aubele und Roswitha McLeod. Foto: Oliver Schulz
Neu-Ulm / CAROLIN STÜWE 23.05.2013
16 Sieger gibt es beim Hermann-Köhl-Rätsel. Die 93-jährige Glücksfee Annemarie Aubele hat Köhls Rückkehr im Jahr 1928 noch miterlebt.

"Hermann Köhl saß in einem offenen Auto und trug eine Fliegeruniform mit so einer engen Kappe", erzählte Zeitzeugin Annemarie Aubele aus Offenhausen gestern bei der Ziehung der Gewinner des Hermann-Köhl-Preisrätsels des Vereins "Wir in Neu-Ulm" (WIN). Denn die Stadt fliegt immer noch im Hermann-Köhl-Jubiläumsjahr - 85 Jahre nach der spektakulären Atlantiküberquerung des Flugpioniers. Der gebürtige Neu-Ulmer wäre dieses Jahr 125 Jahre alt geworden.

16 Händler, Dienstleister und Gastronomen, alles Mitglieder von WIN, flogen ein paar Wochen mit in Form des Preisrätsels, an dem jeder Kunde mitmachen konnte. Um einen der von den Unternehmern gespendeten Preise zu gewinnen, war allerdings kein Höhenflug gefragt, sondern ein Schaufensterbummel zu Fuß. Die 16 Geschäfte hatten je einen Buchstaben in ihrer Köhl-Dekoration platziert. Zusammengesetzt und auf einer Teilnahmekarte eingetragen, ergaben die 16 Buchstaben das Lösungswort TRANSATLANTIKFLUG. Halt, ein A stand schon auf der Karte, um auf die 17 Buchstaben zu kommen.

Die Idee stammte von Reinhold Horny vom Bürofachgeschäft Kaut-Bullinger in der Neu-Ulmer Bahnhofstraße. "Ich bin als Erster auf den Zug aufgesprungen", sagte er gestern vor der Ziehung der Gewinner in seinem Geschäft. Und als Citymanagerin Roswitha McLeod in weiteren Fachgeschäften geworben hatte, dass noch mehr Händler mitmachen und vor allem Preise stiften, traf sie bei Schönheit & Lifestyle Annemarie Aubele, die sich gerade ihre Fingernägel lackieren ließ und ganz beiläufig von der Rückkehr Hermann Köhls nach Neu-Ulm erzählte - im Jahr 1928.

"Ich war damals acht Jahre alt und stand mit meiner Klasse von der Lazarettschule Spalier auf einer durchgehenden Straße, dort wo heute Betten Renftle ist", erzählte sie gestern noch einmal, während sie die 16 Gewinner - sie werden benachrichtigt - unter rund 200 Teilnehmern zog.

Da Annemarie Aubele "mit A" (beim Nachnamen) die Erste in der Reihe war, durfte sie Hermann Köhl die Hand geben und einen Knicks machen. "So etwas vergisst man nicht." Auch nicht mit 93.