Neu-Ulm 800 Zuhörer beim Heeresmusikkorps Ulm im Neu-Ulmer Glacis

Auch wenn das Wetter nicht so richtig mitspielte, kamen rund 800 Zuhörer zum Konzert des Heeresmusikkorps Ulm ins Neu-Ulmer Glacis.
Auch wenn das Wetter nicht so richtig mitspielte, kamen rund 800 Zuhörer zum Konzert des Heeresmusikkorps Ulm ins Neu-Ulmer Glacis. © Foto: Volkmar Könneke
Neu-Ulm / GOTTFRIED LOTHAR 31.07.2015
Alle Jahre wieder spielt das Heeresmusikkorps Ulm im Neu-Ulmer Glacis. Auch wenn das Wetter diesmal recht kühl und bedeckt war, kamen rund 800 Zuhörer, um den Musikern in Uniform zu lauschen.

Der Abend begann mit dem Marsch "Frei weg!" von Carl Latann, dem Chef des ersten deutschen Marinemusikkorps. Dieses schmissige Opening zeigte gleich die hohe Qualität der Musikerinnen und Musiker, die gerade vom erfolgreichen Auftritt beim "Royal Nova Scotia International Tattoo" im kanadischen Halifax zurückgekommen waren.

Auszüge aus dem dort gespielten Programm wurden von Major Matthias Prock wieder versiert moderiert und dirigiert. Der ehemalige Regensburger Domspatz wusste zwischen den Musikdarbietungen mit so mancher Geschichte aus Kanada zu erheitern.

Musikalisch ging es weiter mit einem Marsch-Potpourri und einer Melodienfolge aus dem Film "The Wizard Of Oz", bei der der Solotubist verschmitzt mit dem Lied der Vogelscheuche startete, die gerne etwas Verstand anstatt Stroh im Kopf hätte, und die mit strahlenden Posaunenklängen endete, die "Somewhere Over The Rainbow" in den Abend intonierten.

Mit blitzenden Tönen glänzte das achtköpfige Trompetenregister bei "Annie's Dream" vom Schweizer Christoph Walter, bevor ein schmissiges Medley von Abba-Songs, das passenderweise mit "Thank You For The Music" endete, das Publikum zum Mitsingen anregte. Saxophonselig schlossen sich Songs von Udo Jürgens an, die augenzwinkernd bei "Ich war noch niemals in New York" sogar eine musikalische Reminiszenz an "New York, New York" hören ließen. Mit dem "Deutschmeister-Regiments-Marsch" endete der offizielle Teil, dem sich zwei Zugaben anschlossen. James Lasts "Happy Music" verband sich dabei trefflich mit "Rosamunde", das eigentlich auf "koda lásky" des Tschechen Jaromír Vejvoda basiert. Doch erst nach dem Marsch "Alte Kameraden", den Carl Teike in Ulm komponierte, wurden die fast 50 Musiker entlassen - bis zum nächsten Jahr wieder im Glacis.

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