SWU 700 Tonnen Gestein für die Flusssohle

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Ulm / ruk 22.08.2018
Um die Standsicherheit des Kraftwerks zu garantieren, versenken die SWU Gesteinsbrocken im Fluss.

Baggerarbeiten mit schwerem Gestein sind von heute an bis Mitte September unterhalb des Wehrs am Wasserkraftwerk Böfinger Halde im Gang. Die Stadtwerketochter SWU Energie bessert an dieser Stelle das schadhafte Donaubett aus, weil die Strömungskraft des Wassers der Flusssohle zugesetzt hat. Beim Stauwehr im Unterwasser haben beispielsweise Ausspülungen im Lauf der Zeit größere Vertiefungen in die Flusssohle gegraben. Diese Vertiefungen, auch Kolke genannt, haben sich auf einer Fläche von etwa 300 Quadratmetern ausgebreitet. Die Flusssohle ist instabil geworden und kann die Standsicherheit des Kraftwerks gefährden. Die Kolke müssen daher durch frisches Gestein aufgefüllt werden, teilen die SWU mit.

Schwimmender Verbund

Das Besondere: Das Gestein wird zu Wasser von Thalfingen aus bis zum Kraftwerk transportiert. Dafür setzen die SWU einen Verbund aneinandergekoppelter Schwimmbrücken ein. Der etwa 26 mal 8 Meter große schwimmende Verbund wird an einem Lagerplatz oberhalb der Thalfinger Donaubrücke mit großen Flussbausteinen aus Jurakalk beladen. Anschließend schiebt ein Schubboot den Verbund 2,7 Flusskilometer hoch zur Böfinger Halde. Dort platziert ein Bagger von der Schwimmbrücke aus die Gesteinsbrocken in der Flusssohle. Insgesamt werden rund 700 Tonnen Gestein donauaufwärts gefahren. Dafür sind rund dreißig Fahrten nötig. Die Kosten belaufen sich auf rund 80.000 Euro.

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