Einstein Marathon 2018 Kinder- und Jugendläufe: 6565 Kinder mit dabei

Ulm / Ute Gallbronner 15.09.2018
Zum Auftakt der Einstein-Woche standen die Jugendläufe an. Die meisten haben ihren Spaß gehabt und sind zufrieden.

Die Faszination Einstein-Lauf hält an: Erneut waren mehr Kinder als im Vorjahr bei den Kinder- und Jugendrennen dabei, 6565 insgesamt. Im Großen und Ganzen ging wieder alles reibungslos über die Bühne.

Wolfgang Beck könnte eigentlich auch ein Band abspielen. Seit Jahren spricht er am Start die immer gleichen Sätze, redet beschwörend auf die Kinder ein: „Nicht drängeln, langsam loslaufen.“ Und dann rennen sie los, vor allem die Neun-, Zehn-, Elfjährigen und kratzen die Kurve, während Beck am Start die Augen zumacht und jedesmal froh ist, wenn es wieder gut gegangen ist.

Jeder hat sein ganz persönliches Ziel

Die Ziele, mit denen die Starter dabei sind – sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Die einen wollen nur  ankommen, die anderen natürlich gewinnen. Manche winken lieber den Eltern oder laufen Händchenhaltend mit der besten Freundin gemütlich dahin, andere kämpfen schon am Start verbissen um die beste Ausgangsposition.

„Ich find’s jedes Jahr wieder schön“, stellte Alina Reh im Ziel fest. Sie war begeistert, auch von den Leistungen, die gerade die Mädchen auf die Bahn zauberten. Die Spitzen-Läuferin, für die der Einstein-Marathon von Kindesbeinen an ein fester Punkt im Terminkalender war, hatte die Siegerehrung übernommen. Und zwar nicht nur das Händeschütteln, sondern vom Aufrufen der Sieger bis hin zum letzten Foto. Schon beim ersten Bambinilauf stand sie im Stadion und blieb bis fast zum Schluss, ehe sie selbst zum Training musste.

Eltern mussten sich zurückhalten

Im Ziel waren alle Kinder stolz. Ebenso wie Wolfgang Beck auf die Organisation. Die Leichtathleten des SSV 46 waren nahezu komplett vertreten, vom Umhängen der Medaillen bis zum Einsammeln der verloren gegangenen Kinder. Da es im Vorjahr zu gefährlichem Eltern-Gedränge am Ziel gekommen war, wurden die Kinder dieses Mal bis zum Ausgang an der Tribüne begleitet. Dort konnten sie durch zwei Tore gehen, so dass sich die Masse entzerrte. So der Plan. „Bei 1500 Kindergartenkindern hat das hervorragend geklappt“, sagte Beck. Anders bei den jüngsten Schülerklassen. Da herrschte unter den Eltern größeres Gedränge als am Start. Alle wollten ganz nach vorne, so dass die Kinder nicht mehr durchkamen.

Spaß stand im Vordergrund

Die Kinderfundstelle war entsprechend frequentiert. Einzelne Eltern tobten durch den Zielbereich und schimpften auf die Organisation. Ihre Forderung: Sie wollen nicht ausgesperrt sein, sondern direkt im Ziel zu ihren Kind – allerdings ist ihr Kind nicht das einzige, das läuft, sondern hunderte andere auch. Bleibt festzuhalten: Auch 2018 ist kein Kind verloren gegangen.

Für die allermeisten war es ein großer Spaß. Wie für Sirina und ihre Freundinnen, die sich gut vorbereitet hatten. „Wir haben am Samstag trainiert“, verrät die Zehnjährige im Ziel. Mit ihrem Ergebnis, 53. von 395 Mädchen war sie „sehr zufrieden“. Auch Yannik (9) und Julian Schraag (10) hat’s gefallen. Die Brüder landeten beide in ihren Läufen weit vorne, doch es geht natürlich immer auch um den geschwisterlichen Wettstreit. Der viel dieses Mal aus, weil sie verschiedene Strecken liefen.

Ganz entspannt im Ziel: Sirina Schmida.
Ganz entspannt im Ziel: Sirina Schmida. © Foto: Oliver Schulz

Viel bejubelt wurden die Handbiker. Maxi Taucher wiederholte seinen Vorjahrestriumph, wobei der Papa dieses Mal gefragt war: Die Kette an seinem Rennbike war runtergesprungen. Ebenso wie bei allen Kindern galt auch für die Handbiker wie für die Läufer mit Behinderung: Das Training hat sich gelohnt. Es hat Spaß gemacht!

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