Basketball Fans aus Berlin, München und Bayreuth kamen an die Donau

Fans aus München, Berlin und Bayreuth kamen in die Ratiopharm Arena
Fans aus München, Berlin und Bayreuth kamen in die Ratiopharm Arena © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / Thomas Gotthardt 17.02.2018
So ungemütlich es draußen auch war, so stimmungsvoll war es am ersten Tag des Pokalwochenendes in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena.

Und das nicht nur während des ersten Halbfinalspiels zwischen dem FC Bayern und den Ulmer Bundesliga-Basketballern, das der Gastgeber mit 73:84 verloren hat. Klar, nach der nicht ganz unerwarteten Niederlage gegen den BBL-Tabellenführer gab es jede Menge frustrierter Gesichter im Ulmer Fan-Block. Während sich die Münchner von ihren Fans feiern ließen, verschwanden die Ratiopharm-Spieler schnell in der Kabine und kamen nur tröpfchenweise wieder heraus. Ein gemeinsames Essen stand noch auf dem Programm, dann hieß es: Ausruhen für die Partie um den dritten Platz an diesem Sonntag gegen Bayreuth (12 Uhr). Die Oberfranken mussten sich im zweiten Halbfinale Alba Berlin deutlich mit 74:96 beugen. Die Albatrosse und München spielen damit an diesem Sonntag ab 15 Uhr den Pokalsieger aus (live bei Telekomsport.de).

Ratiopharm Arena
Ratiopharm Arena © Foto: Lars Schwerdtfeger

Die Ulmer Fans waren nicht alleine in der Arena, sondern aus Berlin, Bayreuth und München kamen jeweils rund 400 bis 500 Anhänger an die Donau. Komplikationen bei der Anreise gab es trotz des schlechten Wetters kaum. Ob mit der Bahn oder mit dem Bus – als es losging in der Arena, war die meisten Fans schon da oder trudelten während der ersten Partie ein. Auch erst nach Beginn des Spiels fand Bayern-Präsident Uli Hoeneß, Sohn der Stadt Ulm, den Weg in die Ratiopharm-Arena. Dabei musste er am Block der Bayern-Fans vorbeigehen. Die begrüßten den Förderer des Basketballs mit viel Applaus.

Zwischen den beiden Begegnungen gab es im Foyer der Arena etliche Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Raus aus der Halle, das war ja schließlich keine Option. Gut besucht war der kleine Merchandising-Laden von Ratiopharm Ulm. Viele schauten sich um nach Fanutensilien und nach allem, das irgendwie nach Orange aussah. Nach Ausverkauf sah es allerdings noch nicht aus. An dem Stand von Frau Berger, dem Ulmer Szeneklub, legte ein DJ Musik auf. Viele Fans mussten sich auch erst einmal gesund ernähren, zum Beispiel mit einer Currywurst und einem Bier.

So eine Großveranstaltung wie die Pokalendrunde ist für die BBL natürlich auch eine gute Gelegenheit, Neuigkeiten medienwirksam auf den Markt zu bringen. Zum Beispiel die Meldung, dass die Barmer ab sofort neuer offizieller Partner der BBL ist. Für die kommenden zweieinhalb Jahre wird die Krankenkasse die Bundesliga als Partner begleiten. Darüber hinaus hat sich die Barmer die Namensrechte an der zweiten Basketball-Bundesliga gesichert.

Stefan Holz, der Geschäftsführer der BBL, verkündete ferner, dass es vermutlich bereits ab der kommenden Saison einen neuen Pokal-Modus geben könnte. Eine definitive Entscheidung sei zwar noch nicht gefallen, aber es könnte sein, dass 16 Bundesligisten (ohne die zwei Aufsteiger) ins Pokalrennen geschickt werden. Ob dieser Weg dann wieder in einem Top Four mündet, wollte Holz nicht vorhersagen. Es könnte auch sein, dass es ein Finale an einem fußball-freien Wochenende gibt. Das hätte den Vorteil, dass es dieses unsägliche Spiel um Platz drei nicht mehr geben würde. „Das will doch keiner“, sagte Bayreuths Trainer Raoul Korner.

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