Ulm 34 weitere Stolpersteine für Ulm und Neu-Ulm

Ulm, Hans-und-Sophie-Scholl-Platz, Verlegung von drei Stolpersteinen für die Familie Weglein.
Ulm, Hans-und-Sophie-Scholl-Platz, Verlegung von drei Stolpersteinen für die Familie Weglein. © Foto: Volkmar Könneke
ruk 13.10.2017
Harte Arbeit für Gunter Demnig: Zwischen 9 und 16 Uhr hat der Kölner Künstler gestern 34 Stolpersteine verlegt – 26 in Ulm, 8 in Neu-Ulm.

Harte Arbeit für Gunter Demnig: Zwischen 9 und 16 Uhr hat der Kölner Künstler 34 Stolpersteine verlegt – 26 in Ulm, 8 in Neu-Ulm. Während die Steine in Neu-Ulm in erster Linie an jüdische Opfer der NS-Diktatur erinnern – darunter die Ehepaare Stoss, Strauss, Neumann und Schulmann –, ist der Bogen in Ulm weiter gespannt. Neben den jüdischen Familien Kluger, Weglein, Heinrich Barth und Julius Barth sowie den Nathans (wir berichteten) erhielt auch die Familie Seibold, die den Zeugen Jehovas angehörte, mehrere Stolpersteine. Else Ehekircher wurde im Rahmen der „T4-Aktion“ ermordet; Albrecht Vogt, der einer kommunistischen Widerstandsgruppe angehörte, wurde in Flossenbürg umgebracht. „So lange Menschen wegen ihres Glaubens, ihrer Rasse, ihrer Weltanschauung oder ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert oder getötet werden, haben wir als Deutsche eine besondere Verantwortung, dass sich dies nicht wiederholt“, sagte Johanna, Schülerin am List-Gymnasium.