Abrüstung 200 Menschen kommen zur Osterkundgebung

Ulm / Christine Liebhardt 02.04.2018
Um die 200 Menschen kommen zur Ostermarsch-Kundgebung in Ulm und demonstrieren gegen Atomwaffen.

Es hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, das gute alte Peace-Zeichen. Aber so ein runder Geburtstag ist ja auch was Schönes, und deshalb wird es zum 60. von Helfern aus Tulpen, Hyazinthen und Rosen auf den Boden des Hans-und-Sophie-Scholl-Platzes gelegt, während die „Feschttagsmusik“ Lieder gegen Armut, Kapitalismus und Krieg singt. Es ist Ostermarsch.

Der war am gestrigen Ostermontag mehr Kundgebung denn Marsch, Flyer für rebellische Musikfestivals hin, Pace-Fahnen her. Auch die Ostermärsche gibt es seit 60 Jahren. Ihre Teilnehmer setzen sich ein für eine neue Entspannungspolitik, Abrüstung und die Abschaffung von Atomwaffen – wofür denn auch das Peace-Zeichen im eigentlichen Sinne steht: Es besteht aus zwei Zeichen des Winker-Alphabets und bedeutet „atomare Abrüstung“. Die ist und bleibt eine zentrale Forderung der Friedensbewegung: Keine Atomwaffe sei akzeptabel, konstatierte Rednerin Jacqueline Andres von der Informationsstelle Militarisierung in Tübingen, die vor Bärbel Mauch vom DGB dran war.

Andres schimpfte auf globaler Ebene die „Drohgebärden der Nato gegenüber Russland“ nach dem Giftanschlag auf einen ehemaligen russischen Agenten und dessen Tochter in England, „ohne auf Beweise zu warten“. Und lokal kritisierte sie Ulm, wo durch Thales und Hensoldt „Kriegsinstrumente entwickelt“ würden und wo ein neues Bundeswehrkommando angesiedelt werden soll. Ulm brauche aber nicht mehr Soldaten, sondern weniger. „Ulm braucht nicht einen einzigen Soldaten“, befand Andres – unter großem Applaus.

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