Bildung 18 Lehrer arbeitslos

Ulm / uwe 11.07.2018

  Das Schuljahr nähert sich seinem Ende, viele beschäftigt längst das nächste. Einerseits wird ein Mangel an Lehrern beklagt, den man spürt, wenn Klassen zusammengelegt werden oder Stunden ausfallen, weil der Lehrer krank ist und kein Ersatz da ist.

Bundesweit werden demnächst tausende Lehrer arbeitslos sein, weil ihre befristeten Verträge auslaufen. Laut Auskunft des Regierungspräsidiums Tübingen erwischt es in Ulm 18 Lehrer: acht von beruflichen sowie zehn aus Grund-, Haupt-, Werkreal-, Real- oder Gemeinschaftsschule. Bei den Gymnasiallehrern laufe kein Vertrag aus. Neue Referendare wird es in Ulm keine geben, heißt es aus Schulkreisen. Die Stadt sei überversorgt.

Aufregung gibt es auch um die Vorbereitungsklassen, in denen Kinder und Jugendliche unterrichtet werden, die kein Deutsch können. Für diese Klassen schmilzt das Budget, auch die wissenschaftliche Begleitung läuft aus. Dennoch wird es sie weiter geben, beruhigt das Schulamt Biberach. „Diese Klassen sind für uns  extrem wichtig“, betont Gerhard Semler, bei der Stadt für Bildung zuständig. Hier werden nicht nur Flüchtlinge unterrichtet, sondern auch Kinder, deren Eltern als gesuchte Fachkräfte nach Deutschland kommen.

Was offene Stellen angeht, ist die Situation je nach Schulart und Fach unterschiedlich: Während sich für manche nicht einmal ein Bewerber findet, werden andere geflutet. Ein Beispiel: Wer Spanisch lehren will, wird es schwer haben. Denn: Spanisch ist noch ein junges Fach, weshalb kaum ein Lehrer in Pension geht. Die Planstellen sind demnach auf Jahre besetzt.

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