Ulm 17-Jähriger bedroht Kontrahenten mit Pistole

Pistole im Streit gezückt.
Pistole im Streit gezückt. © Foto: dpa
Ulm / us 27.08.2018

Die Polizei ermittelt in einem Fall, bei dem es um eine verschwundene Pistole, einen verschwundenen Dieb, eine missglückte Schuldeneintreibung und eine Schlägerei geht.

Pistole im Streit gezückt

Ein Anwohner des Schubart-Gymnasiums hatte am Samstagabend gegen 18.30 Uhr beobachtet, wie mehrere Personen in Streit gerieten und daraus eine Schlägerei entstand. Dabei zog ein 17-Jähriger eine Pistole.

Polizei gerufen

Als der Zeuge die Waffe entdeckte, alarmierte er die Polizei, die bei ihrem Eintreffen jedoch niemanden mehr vorfand und eine Fahndung einleitete. Kurze Zeit später trafen Beamte bei einem nahe gelegenen Hotel drei junge Männer im Alter von 15, 18 und 20 Jahren, die offensichtlich Blessuren erlitten hatten.

Was war geschehen?

Die Ermittlungen ergaben, dass sich der 15-Jährige mit dem 17-Jährigen verabredet hatte, damit dieser endlich seine  Geldschulden begleichen sollte. Es kam jedoch zu einem Streit, in den ein weiterer, bislang unbekannter, junger Mann eingriff. Er schlug den 15-Jährigen, entriss ihm dessen Rucksack und flüchtete mit der Beute in Richtung Bleichstraße.

Die beiden 18 und 20 Jahre alten Freunde des bestohlenen 15-Jährigen, die ihm zu Hilfe eilten, bedrohte der 17-Jährige mit der Pistole. Anschließend ergriff auch er die Flucht.

Keine Spur von Waffe und Dieb

Auf Antrag des Staatsanwalts wurde durch den Bereitschaftsrichter ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 17-Jährigen erlassen. Die Pistole blieb unauffindbar, weshalb laut Polizeisprecher nicht klar ist, um welche Art Waffe es sich handelt. Auch der Dieb blieb bislang unauffindbar.

Der 17-Jährige wurde zunächst fest genommen und dann wieder auf freien Fuß gesetzt – der Staatsanwaltschaft hatte auf eine eine richterliche Vorführung verzichtet.

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