Ulm / ULRIKE SCHLEICHER  Uhr
123 Paten für das Münsterbild haben sich gefunden. Das ist nicht nur generell erfreulich: Das Geld verhilft der ganzen Kunstaktion zur Vollendung.

"Wir waren erfolgreich", sagt Frieder Nething und die Freude ist ihm anzumerken. Nach wochenlanger, intensiver Arbeit geht seine initiierte Kunstaktion "Das Ulmer Münster: Eine Installation aus 21 Teilen" dem Höhepunkt zu: Der Enthüllung des Bildes im Ulmer Museum am 17. Juli mit anschließender sechswöchiger Ausstellungszeit, bevor es an seinen endgültigen Platz im Münster kommt.

Die fertige Arbeit der zehn Künstler - sechs aus Ulm und vier aus Köln - ist das beeindruckende Ergebnis der Initiative. Aber der Gedanke, der dahinter steckt ist nicht weniger bemerkenswert. "Dass es um die Tradition der Bürgerkirche geht. Dass das Münster seinerzeit mit der Unterstützung aller Bürger - egal welcher Religion und welchen Ansehens - gebaut worden ist", sagt Nething.

Diese Haltung steckt in seiner Idee, Künstler aus der Stadt Köln mit ihrem katholischen Dom einzuladen, das Bild mitzugestalten. Und sie steckt in der Idee der Patenschaften für das Bild, um die Kunstaktion mit allem Drum und Dran zu finanzieren. "Wir haben 123 Paten gefunden", zog Nething gestern Bilanz. Damit ist neben dem ideellen Ziel nun auch das finanzielle erreicht worden und rund 55.000 Euro sind im Topf.

Aus diesem werden zunächst die Künstler bezahlt. Mit einer Auflage von 400 Stück soll dieser Tage ein Buch in Druck gehen. Es greift das Entstehen des Münsters nochmal auf, zieht Parallelen zur Kunstaktion und stellt die Künstler vor. Als Dankeschön werden zudem die Paten im Buch namentlich veröffentlicht. "Paten, die sich bis 8. Juli melden, können noch auf die Liste", sagt Nething.

Auch die spezielle Rahmenkonstruktion für das 4,20 auf 1,80 Meter große Bild in Aluminium und Holzfüllung kostet einiges, Transportkosten müssen bezahlt werden, die Hängung des Bildes im Museum, die 161 Fine Art Prints (Serigrafie) "und die kleineren Serigrafien für den Verkauf im Münstershop", ergänzt Nething. Das alles soll zur Enthüllung fertig sein und wird letztlich wieder dem Münster zugute kommen. Um den Erfolg braucht sich Nething wohl ebenfalls keine Sorgen zu machen: "Wir bekommen nur positive Rückmeldungen."