Ulmzug 108 Gruppen beim Faschings-Umzug am Sonntag in der Innenstadt erwartet

Die Grafik zeigt den Weg und wichtige Punkte beim Umzug der Narren durch Ulm - "Ulmzug 2016".
Die Grafik zeigt den Weg und wichtige Punkte beim Umzug der Narren durch Ulm - "Ulmzug 2016". © Foto: SWP Grafik Quelle: Stadt Ulm
Ulm / CAROLIN STÜWE 14.01.2016
Rund 5600 Hästräger und Musiker werden sich am Sonntag am "Ulmzug" beteiligen. Veranstalter ist die Narrenzunft Ulm. Eine Umzugsplakette kostet 3 Euro – und dient dazu einem guten Zweck.
„Das närrische Treiben war nach der Reformation von 1531 bis 1802 in Ulm verboten; umso schöner ist es nun, dass sich die Fasnacht in Ulm wieder etabliert hat und von Jahr zu Jahr weiter wächst“, sagt Gerhard „Gegge“ Wies, der Zunftmeister der Narrenzunft Ulm. Diese hat wieder das gewohnte Programm organisiert. Auftakt ist am kommenden Wochenende (siehe Infokasten). Höhepunkt ist jedoch der Große Narrensprung, den die Narrenzunft seit 2009 „liebevoll und heimatverbunden ,Ulmzug’ nennt“, erzählt Wies. Der Umzug beginnt um 13.13 Uhr und gehöre mit seinen rund 5600 Teilnehmern im Schwäbisch-Alemannischen Raum zu den größten Narrensprüngen.

Für die Straßen und Gassen des Umzugsweges gilt am Sonntag ein absolutes Halteverbot in der Zeit von 11 bis 17 Uhr. Und die Zufahrt zu diesen Straßen und Gassen ist ab 12 Uhr und während des Umzugs ebenfalls nicht möglich. „Fahrzeuge, die den Umzugsweg behindern, werden kostenpflichtig abgeschleppt“, warnt der Zunftmeister. Und: Zuschauer sollten nicht in den Umzugsweg treten, denn die Maskenträger haben nur ein begrenztes Sichtfeld. Am besten stellt man sich in die Nähe der Kommentatoren, die dem Publikum die einzelnen Narrengruppen und Musikkapellen erklären. Sie stehen meist auf Wagen am Mikrofon: beim Judenhof, beim Kornhaus, an der Ecke Hafenbad/Herrenkellergasse, an der Ecke Herrenkellergasse/Platzgasse, am Münsterplatz beim Abt sowie am Münsterplatz beim Stadthaus.

Erwartet werden 108 Gruppen. Darunter sind beispielsweise die Schelklinger Waldhutzla, die Seegockel Friedrichshafen, die Hennenschlitter Immenstaad, die Bärg-Wörze Uedlige aus der Schweiz und so bekannte wie die Erminger Hohlwegtrapper und der Schalmeien-Express Illertal/Senden. Der Nachwuchs, der so genannte Narrensamen, der Narrenzunft Ulm läuft an zweiter Stelle gemeinsam mit dem Zunftrat. Und das Schlusslicht bilden die einzelnen Narrengruppen der Ulmer Zunft: D’r Sevelinger Bauza, GaugaMa, Butzaraule, Schemen Deifl, die Holl Hexa sowie das Ulmer Hansele.

Übrigens begrüßt man bei Fasnetsumzügen die Zünfte mit deren Narrenruf. Der Ulmer Ruf lautet immer noch dreimal Zong – raus! Andere Rufe lauten, stets mit einer Atempause dazwischen, Otterswanger – Groddafanger, Tannenzäpfle – Heidenei oder Fanfara – Goischdr. Letzterer ist der Ruf des nicht zu überhörenden Fanfarenkorps Ulm/Neu-Ulm. Was die sonstige Kommunikation unter Narren betrifft, ergänzt Zunftmeister Wies: „In der Fasnet sind wir alle per Du.“

Noch mehr Fasnet am Wochenende in Ulm

Termine Am Samstag, 16. Januar, beginnt um 15 Uhr die Kinderfasnet im Kornhaus. Kinder zahlen 2 Euro, Erwachsene 3 Euro. Um 17.30 Uhr zieht der Kinder-„Ulmzug“ vom Kornhaus zum Marktplatz. Denn dort wird um 18 Uhr der Narrenbaum aufgestellt. Um 20 Uhr beginnt der Narrenball im Kornhaus, Eintritt frei. Am Sonntag, 17. Januar, geht es dann weiter um 9 Uhr mit dem Narren-Gottesdienst in der Kirche St. Georg. Um 13.13 Uhr beginnt der „Ulmzug“ in der City (siehe Karte oben). Später wird gefeiert im Narrenzelt (südlicher Münsterplatz) und beim Narrenhock (Kornhaus).

Umzugsplaketten Die Umzugsplakette zum Preis von 3 Euro zeigt in diesem Jahr das Motiv der Zunftgruppe „D’r Sevelinger Bauza“ der Narrenzunft Ulm. Ein Vorverkauf ist erstmals über das Service Center Neue Mitte möglich. Ansonsten wird die Plakette am Sonntag entlang der Umzugsstrecke verkauft. Zehn Prozent von jeder verkauften Plakette geht für einen guten Zweck an die Aktion 100.000 und Ulmer helft der SÜDWEST PRESSE. Mit dem übrigen Erlös werden finanziert: etwa Genehmigungsgebühren, Straßenreinigung, Musikkapellen, GEMA-Gebühren, Sanitätsdienstleistungen.

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