Moderne Mietwohnungen für die Weststadt: Zwei Baugenossenschaften erstellen im „Postdörfle“ insgesamt 102 Wohneinheiten. Dazu werden im Innenhof des Karrés zwischen Wagner- und Wörthstraße, Elisabethen- und Blücherstraße zwei Altbauten abgerissen und durch insgesamt sieben neue Häuser ersetzt. Die Partner Landes-Bau-Genossenschaft (LBG, Stuttgart) und Genossenschaft für Wohnungsbau Oberland (GWO, Laupheim) stellen das Projekt am Dienstag im Bauausschuss des Gemeinderats vor. Die Fertigstellung ist für Ende 2019 geplant, die Investitionssumme beträgt 23 Millionen Euro.

Teil des Projekts ist auch eine Tiefgarage mit 106 Plätzen, die die angespannte Parksituation in dem Quartier entspannen soll. In dem 5100 Quadratmeter großen Innenhof sollen trotz der Nachverdichtung mehrere Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen, berichteten die Vorstände Mathias Friko, Josef Vogel (LBG) und Albert Klöckler (GWO). Dazu habe man wie auch zur Gestaltung überhaupt umfangreiche, jedoch stets konstruktive Debatten mit dem Rathaus geführt.

7000 Quadratmeter Wohnfläche

Die zwei Partner schaffen mehr als 7000 Quadratmeter Wohnfläche. Die Wohnungsgrößen reichen von zwei bis vier Zimmern und annähernd 100 Quadratmetern. Auch wegen der Tiefgarage werden die Mietpreise über dem Durchschnitt der zwei Genossenschaften liegen, der bei ihrem Bestand in Ulm etwa sechs Euro beträgt. „Wir kommen Richtung zehn Euro“, sagte Klöckler.

Für die Neubauten müssen 26 alte Wohnungen im Innenhof abgerissen werden. Die Bewohner erhalten alternative Wohungen von den Genossenschaften. Sie verfügen im „Postdörfle“ ansonsten über 161 Wohnungen, für deren Sanierung die GWO, wie berichtet, schon Preise erhalten hat.

Um die Wohnlage für Familien noch interessanter zu machen, entsteht an der Ecke Wagner- und Elisabethenstraße statt der Fahrschule eine Kita. Die Planung stammt vom renommierten Büro ZG Architekten. LBG und GWO verfügen bereits über rund 1000 Mietwohnungen in Um und fast 9000 Wohnungen insgesamt.