Leichtathtletik-EM Doping-Verdacht gegen Drittplatzierte: Doch Bronze für Reh?

Alina Reh lief in Berlin auf Platz 5.
Alina Reh lief in Berlin auf Platz 5. © Foto: Sven Hoppe/dpa
Berlin / sid / swp 09.08.2018
Alina Reh hat bei der EM in Berlin über 10.000 Meter ein tolles Rennen geliefert und die Medaillenränge nur knapp verpasst – zumindest nach aktuellem Stand.

Nach Unregelmäßigkeiten bei Doping-Kontrollen der Drittplazierten Meraf Bahta könnte Alina Reh nachträglich doch noch die Bronzemedaille über 10.000 Meter bekommen. Bahta kam neun Sekunden vor der Läuferin des SSV Ulm 1846 ins Ziel. In Schweden läuft jedoch ein Anti-Doping-Verfahren gegen Bahta, weil sie dreimal gegen die Melderichtlinien für Dopingtests verstoßen haben soll. Ihr droht eine zweijährige Sperre.

Ein starker vierter Platz

Alina Reh, die 21 Jahre alte Cross-Europameisterin der U23, kam am Mittwochabend in Berlin in 32:28,48 Minuten auf einen starken vierten Platz. Gold ging an Lonah Chemtai Salpeter aus Israel in 31:43,29 Minuten, Silber und Bronze holten sich Susan Krumins aus den Niederlanden (31:52,55) und die Schwedin Meraf Bahta (32:19,34).

Salpeter sicherte Israel das erste EM-Gold für eine Frau in der Geschichte des Landes. Die gebürtige Kenianerin lebt seit zehn Jahren in Israel und führt in diesem Jahr die europäischen Bestenliste in 31:33,03 an. In Yasemin Can wurde eine ebenfalls gebürtige Kenianerin Fünfte, vor zwei Jahren hatte sie noch den Titel geholt.

Natalie Tanner (33:22,21/Frankfurt) wurde 14., Anna Gehring (Köln) kam nicht ins Ziel.

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