Comic Con Zwischen Stars und Star Wars

Tausende Cosplayer werden erwartet.
Tausende Cosplayer werden erwartet. © Foto: Messe Stuttgart
Stuttgart / Dominique Leibbrand 06.06.2018

Als vor drei Jahren die erste Comic Con Germany auf der Stuttgarter Messe über die Bühne ging, schlug die Veranstaltung ein wie eine Bombe. 50 000 Besucher wurden gezählt, die Tickets waren schon vor dem Start ausverkauft, wurden zu teils horrenden Preisen auf Ebay gehandelt. Ein Erfolg, der selbst die beiden Macher Matthias Neumann und Dirk Bartholomä überraschte. „Davor haben wir gesagt, wenn wir auf Null rauskommen, machen wir drei Kreuze“, erinnert sich Neumann. Das Ziel erreichten sie, und nicht nur das: Schon im zweiten Jahr konnten sie die Sache viel entspannter angehen.

Nun steht die Comic Con mit vergrößertem Raumangebot vor ihrer dritten Auflage. Am 30. Juni und 1. Juli wird die Messe Stuttgart erneut zum popkulturellen Epizentrum. Das Event, das Neumann und Bartholomä in Zusammenarbeit mit der Messegesellschaft stemmen, konzentriert sich auf drei Bereiche: Comics, Stars und Cosplayer – Menschen, die sich als Hommage an Figuren aus Comics, Film oder Videospielen in aufwendige Kostüme werfen. Die Veranstalter erwarten Tausende dieser Cosplayer, die sich in ihren Kreationen präsentieren werden, darunter auch internationale Stars der Szene. Es gibt Diskussionsrunden und Workshops sowie Wettbewerbe, bei denen die besten Kostüme prämiert werden.

Hohe Gage für Promis

In den USA und England, wo beinahe jedes Wochenende eine Comic Con stattfindet, drücken sich Promis die Klinke in die Hand. Da will auch Stuttgart mithalten. Angeführt wird die Riege in diesem Jahr von Chuck Norris. Ebenfalls erwartet werden Nikolaj Coster-Waldau und Pilou Asbaek (beide „Game of Thrones“), Marina Sirtis („Star Trek Next Generation“) oder auch Stanislaw Janewski („Harry Potter“). Geplant sind Diskussionsrunden, auch dürfen sich Fans mit den Promis fotografieren beziehungsweise sich Autogramme geben lassen – das allerdings gegen Geld. Denn für ihre Anreise verlangten die Stars teils hohe Gagen, erklärt Neumann. Bei Chuck Norris liege die beispielsweise im sechsstelligen Bereich. Das müsse gegenfinanziert werden.

Auch der Bereich Comics, den die Messe im Namen trägt, soll nicht zu kurz kommen. Verlage und aufstrebende Zeichner präsentieren sich, Sammler können in ausgefallenen und längst vergriffenen Publikationen stöbern und diese auch erwerben.

Weil nach einer Umfrage im vergangenen Jahr 50 Prozent der Besucher Wiederholungstäter sind, sei es wichtig, immer auch etwas Neues zu bieten, sagt Neumann. In petto hat er diesmal unter anderem Star-Wars-Raumschiffe in Originalgröße, die von der Firma „Projekt X 1“ gebaut werden. Sowie mehrere Quadratmeter große Lego-Welten des Vereins „Schwabenstein 2×4“, der auch für die Lego-Ausstellung in Ludwigsburg verantwortlich zeichnet.

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