Unterhaltung Zehn Jahre „Soko Stuttgart“

Astrid M. Fünderich als Kommissarin.
Astrid M. Fünderich als Kommissarin. © Foto: ZDF/Markus Fenchel
Stuttgart / Rainer Lang 21.08.2018

Entspannt sitzt Astrid M. Fünderich vor dem Stuttgarter Kunstmuseum und genießt den Sommertag. Die Kommissarin in der ZDF-Serie „Soko Stuttgart“ ist quasi außer Dienst. Sie freut sich schon auf ihren Urlaub an der französischen Atlantikküste mit ihrer Familie. Erst Ende August muss sie wieder am Set sein. Dann wird schon die 238. Folge gedreht.

Die Serie, die donnerstags um 18 Uhr läuft, erreicht nach Angaben des ZDF durchschnittlich mehr als 3,7 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von über 18 Prozent entspricht. Nächstes Jahr feiert das Format damit sein zehnjähriges Bestehen. Fast unbemerkt ist Anfang dieses Jahres schon ein kleines Jubiläum eingeläutet worden. Die Serie ist 2018 in ihr zehntes Produktionsjahr gegangen. Langeweile und Eintönigkeit? Fünderich räumt ein, dass dies durchaus eine Herausforderung ist. „Ich muss mich körperlich und geistig fit halten mit Sport und Lesen. Und beim Drehen gilt, immer geistig hellwach zu sein“, sagt die 54-Jährige. Sie spielt die Kriminalhauptkommissarin Martina Seiffert und ist als Soko-Leiterin das Gesicht der Serie.

Nach so vielen Jahren darf sie die vorgegebenen Texte so verändern, wie es ihrer Ansicht nach der von ihr gespielten Figur entspricht. Für Spannung beim Drehen sorgen laut Fünderich auch die Vernehmungen. Auf ihre Fragen antwortet nämlich immer eine andere Figur, auf die sie sich einstellen muss. Interessant findet sie es, wenn ein Schauspieler in einer neuen Rolle in die Serie zurückkehrt. Das alles bringe Abwechslung beim Dreh.

Das Team vergleicht sie dagegen mit einem alten Ehepaar. Da genüge oft ein Blick, um sich zu verständigen. Trotzdem haben sich keine engen Freundschaften entwickelt. „Nach einem Tag emotionaler Arbeit mag ich abends nicht mit den anderen rumhängen“, sagt Fünderich. Die Schauspielerin legt Wert auf ihr Privatleben. Neben ihrer Familie engagiert sie sich auch für soziale Zwecke, wie für kranke Kinder im Stuttgarter Olgäle und in der Kinderkrebsklinik Tannheim. 

Am 27. August geht es weiter. Dann wird aus Astrid M. Fünderich wieder die Kommissarin Martina Seiffert. Noch acht Folgen der Soko werden bis Ende des Jahres gedreht. Die Produktionskosten pro Folge liegen bei 400 000 Euro, 25 werden im Jahr gedreht. Angesiedelt ist das Revier in den Bavaria Filmstudios im Römerkastell. Dort stehen Polizeiautos für den Dreh bereit. Immer wieder werden Szenen für die Vorabend-Krimiserie auch in der Stuttgarter Innenstadt gedreht.

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