Weindorf Winzer stellt Edition „Kesselliebe“ vor

Jungwinzer Christoph Kern mit seiner Edition.
Jungwinzer Christoph Kern mit seiner Edition. © Foto: F. Iannone
Ingrid Sachsenmaier 06.09.2017

Sechs Weine aus Stuttgarter Lagen – damit drückt Jung-Wengerter Christoph Kern seine Verbundenheit zum Stuttgarter Kessel aus. Der Name der neuen Wein-Edition lautet dementsprechend „Kesselliebe“. Auf dem Stuttgarter Weindorf schenkt die Familie Wilhelmer Kerns Tropfen erstmals aus. Sie stammen aus den Lagen Cannstatter Zuckerle, Cannstatter Berg und Weinsteige.

Die Idee zur neuen Edition findet sich in der Familiengeschichte: 1903 füllte Christoph Kerns Ur-Großvater Friedrich Wilhelm in seinem Stuttgarter Haus in der Cottastraße 4 seinen ersten Wein ab und schenkte ihn im Cottastüble aus. Mehrfach ist die Familie umgezogen, seit fünf Jahren hat sie ihren Sitz in Kernen-Rommelshausen (Rems-Murr-Kreis). In Stuttgart liest die Erzeugergesellschaft der Weinfamilie Kern mittlerweile Trauben auf zehn Hektar Weinbergen. Und aus denen wollte Christoph Kern einen „speziellen Wein gewinnen“.

Doch nicht nur der Inhalt der Flaschen soll besonders sein, sondern auch das Äußere. Kern tat sich deshalb mit dem Studio Orel zusammen, das den Namen „Kesselliebe“ und auch die stylishen Etiketten kreierte. Diese sollen jeweils den Charakter des Weines widerspiegeln:  Der „Wasn Hasn“ hoppelt übers Etikett des „Samtrot“. Das Rosensteingänsle begleitet den Trollinger mit Lemberger. Der Neckarkarpfen ist mit dem Riesling unterwegs. Die Figuren sind als Fabelwesen dargestellt, deren Kopf immer der des Stuttgarter Rössle ist. Im restlichen Körper erkennt man dann die anderen Tiere. Zu jedem Fabeltier gibt es eine kleine Geschichte in Reimform. „Eine Freundin hat sie erfunden“, erzählt Christoph Kern und blättert in dem kleinen Booklet, das zum Wein mitgeliefert wird.

Kesselliebe richtet sich vornehmlich an zwei Zielgruppen: junge Leute zwischen 25 und 35, die nach Stuttgart kommen, weil sie hier ihre berufliche Laufbahn beginnen, und eher „Etablierte“, ab 45 Jahren, „die angekommen sind“, wie Christoph Kern sagt.  Der 30-Jährige stellt die Weine zunächst auf Weinfesten – wie jetzt auf dem Stuttgarter Weindorf – vor und liefert sie an ausgesuchte Gastronomen und Einzelhändler.