IBA Weltweite Avantgarde für 2027

In Foren möchten die IBA-Macher regionales Wissen bündeln.
In Foren möchten die IBA-Macher regionales Wissen bündeln. © Foto: Uwe Roth
Stuttgart / Uwe Roth 09.11.2018

Die Macher der IBA 2027 Stadt-Region Stuttgart werden von Frühjahr an von einem Expertengremium beraten. IBA-Intendant Andreas Hofer hat jetzt einem Fachpublikum die Mitglieder des zwölfköpfigen Kuratoriums vorgestellt. Neben Architekten und Stadtplanern aus Deutschland mischen auch Experten aus anderen europäischen Ländern und Brasilien mit.

Der aus der Schweiz stammende Intendant begründete die Auswahl mit dem Anspruch der Bauausstellung, im Jahr 2027 zu zeigen, „was dann weltweit Avantgarde sein wird.“ Für das Kuratorium seien daher vor allem jüngere Leute gesucht worden, die Erfahrung im internationalen Umfeld haben. Ihr Mitwirken solle die „internationale Strahlkraft“ der IBA sicherstellen. Gleichzeitig betonte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der IBA, OB Fritz Kuhn (Grüne), „dass es nicht so einfach zu beantworten sein wird, wie die regionale Klammer aussieht“.

Die IBA steht vor einer doppelten Herausforderung: Zum einen sollen ihre Projekte „das urbane Zusammenleben in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts prägen“. Gleichzeitig sollen solche Projekte nicht allein in der Landeshauptstadt, sondern auch in den umliegenden fünf Landkreisen mit deren 178 Kommunen entstehen. IBA-Aufsichtsratschef Thomas Bopp (CDU) spürt „eine enorme Aufbruchsstimmung in der Region“, wie er sagte. Um diese zu aufrechtzuerhalten, „müssen wir aber alle mutig sein“. Der Appell des Regionalpräsidenten Bopp richtete sich insbesondere an die Kommunalpolitiker aus der Region, die in die frisch renovierten Wagenhallen im Norden von Stuttgart gekommen waren.

Detlef Kurth, bis vor kurzem Professor für Städtebau und Stadtplanung an der Hochschule für Technik Stuttgart, sieht ein Problem darin, dass sich eine regionale Planungskultur erst noch entwickeln muss. Vor allem an den Rändern der Region wähnt er das größte Entwicklungspotenzial. Um das Wissen aus der Region Stuttgart zu bündeln, haben neben dem Kuratorium vier Fachforen die Arbeit aufgenommen, die regelmäßig und öffentlich tagen sollen.

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