Gerechtfertigt wird das Kostenplus mit gestiegenen Ausgaben für Personal, Sachleistungen und Betrieb. Die 2,5 Prozent entsprächen genau den Mehrbelastungen der Verkehrsbetriebe, sagte VVS-Chef Horst Stammler.

Obwohl er bei vielen Fahrgästen eher kein Verständnis erwarten kann, ist Stammler zuversichtlich, dass man durch die Tariferhöhung keine Kunden verliere. Das sei auch in der Vergangenheit nicht der Fall gewesen, als teilweise um 2,8 oder 2,9 Prozent erhöht worden sei - im Gegenteil. Die Kritik, dass der Preissprung mit Blick auf die dauerschwächelnde S-Bahn unverhältnismäßig ist, kennt Stammler zwar. Doch es gebe auch noch rund 40 andere Verkehrsbetriebe im Verbund, die einen guten Job machten.

Die Erhöhung trifft Gelegenheitsfahrer, aber nicht nur: Das Kurzstreckenticket wird von 1,20 auf 1,30 Euro erhöht, ein Ein-Zonen-Ticket soll 2,40 statt 2,30 Euro kosten. Die beliebteste Monatskarte - das Zwei-Zonen-Ticket - wird mit 83 Euro um 2,9 Prozent teurer.