Am Sonntag, um 13.30 Uhr, findet das brisante Fußball-Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC statt. Straßenbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) in Karlsruhe wurden diese Woche bereits von mutmaßlichen VfB-Ultras mit dem Schriftzug „Anti KA“ besprüht. Das lässt der Tag „CC 97“ vermuten. Hierbei handelt es sich um die Signatur des „Commando Cannstatt 1997“, das bereits mehrmals wegen ihrer Graffiti und ausufernden Aktionen im Fokus der Medien stand.

Wie die Stuttgarter Nachrichten anmerken, kursiert neben Bildern unter anderem ein Video in WhatsApp-Gruppen, das eine der Bahnen mit dem sogenannten „Whole Car“-Schriftzug zeigt, bei dem also ein ganzer Wagen der Bahn großflächig bemalt wurde. Obwohl die Gruppen „Commando Cannstatt“ (CC97) und „Schwabensturm“ (S02) unter Verdacht stehen, die Graffiti angefertigt zu haben, ist dies seitens der Ultras nicht bestätigt.

Hohe Kosten durch Graffiti auf den Bahnen

Laut AVG-Sprecher Michael Krauth wurden am Wochenende insgesamt sechs Bahnen besprüht. Das geht aus einem Bericht des Senders die neue Welle hervor. Zwei der Graffiti thematisierten das Derby des am Sonntag. Zur hohen Zahl der Beschmierungen sagte der AVG-Sprecher gegenüber der neuen Welle: „Das ist in vielerlei Hinsicht ärgerlich. Es ist natürlich mit hohen Kosten verbunden, es ist mit einem hohen Personalaufwand verbunden. Was vielen wahrscheinlich nicht klar ist, das bezahlt natürlich die Allgemeinheit. Der ÖPNV wird auch über öffentliche Gelder finanziert, somit zahlt leider auch hier jeder Bürger einen Teil der Reinigung“.

VfB gegen KSC: Unruhen vor dem Derby auch im Jahr 2017

Ein Spiel zwischen dem VfB und dem KSC hatte bereits 2017 Sprayer der Ultra-Szene auf den Plan gerufen. Damals wurde die Technische Universität in Karlsruhe von VfB-Fans besprüht.

SSV Ulm 1846 Fußball ringt KSC alles ab

Am Dienstag forderte der Regionalligist SSV Ulm 1846 Fußball im Testspiel den Zweitligisten.