Bilanz Vermehrt Gäste aus dem Ausland

Den Erfolg des Weihnachtsmarkts führen die Veranstalter auch auf den Schmuck der Buden zurück.
Den Erfolg des Weihnachtsmarkts führen die Veranstalter auch auf den Schmuck der Buden zurück. © Foto: Raimund Weible
Stuttgart / Rainer Lang 23.12.2017

Einen Tag vor Ende des Stuttgarter Weihnachtsmarktes am heutigen Samstag um 22 Uhr hat es bei den Veranstaltern rundum zufriedene Gesichter gegeben. Sie sind erleichtert, dass alles ruhig und friedlich verlaufen ist. Und obwohl der 13. Markt unter der Regie von „in.Stuttgart“ der bislang kürzeste war mit sechs Tagen weniger als im Vorjahr, konnte Geschäftsführer Andreas Kroll einen „sehr guten Besuch“ vermelden. Mit knapp vier Millionen Besuchern in 25 Tagen wurde das Vorjahresniveau erreicht.

Stark dazu beigetragen haben nach Ansicht Krolls die internationalen Gäste, deren Anteil stetig gewachsen sei und inzwischen mehr als 25 Prozent betrage. Viele von ihnen reisen mit der Bahn an, wie Gruppen aus Japan, Südkorea oder den USA. Sonderzüge bringen Besucher aus der Schweiz, die traditionell die Statistik der ausländischen Weihnachtsmarktbesucher anführen. Viele von ihnen nutzen auch Busse, deren Aufkommen mit 4000 dem Vorjahresniveau entspricht.

Während andere Städte wie Hannover, Dortmund, Bremen oder auch Esslingen Besucherrückgänge bis zu 20 Prozent beklagen, ist der Andrang in Stuttgart ungebrochen, wovon auch Einzelhandel und Hotellerie in der Stadt stark profitieren. Den Erfolg führt Kroll auch auf „Alleinstellungsmerkmale“ wie die dekorierten Dächer der Stände zurück. Das kommt nach seiner Beobachtung besonders auch bei ausländischen Besuchern sehr gut an. Als Besonderheiten nannte Kroll auch die Konzerte im Hof des Alten Schlosses und auf der Rathaustreppe.

Vor allem dürfe man aber „nie müde werden“ und müsse „durchaus frech sein und den Mut haben, Dinge zu tun, die man bisher nicht getan hat“, sagte Kroll. Dazu gehören für ihn Neuheiten, wie der Aromatresor mit darin gelagerten Albstollen vor dem Königsbau oder der Stand mit überbackenen Kürbiskernen auf dem Schillerplatz. Außerdem habe sich die Vielfalt der Angebote an den rund 280 Ständen bewährt, vom Küchengerät bis zum Weihnachtsartikel, ergänzte Abteilungsleiter Marcus Christen.

Auch die Werbung mache sich bezahlt. „Wir sind in engem Kontakt mit den Busunternehmen“, sagte Christen. Besonders freute ihn, dass das mit der Polizei abgestimmte Sicherheitskonzept aufgegangen sei. Die deutliche Polizeipräsenz an den Zugängen und die Verstärkung des 15-köpfigen Sicherheitsdienstes an Engstellen wie am Schillerplatz wurde nach Ansicht der Veranstalter von den Besuchern positiv aufgenommen.

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