Korruption Verdacht auf Bestechung bei der SSB

Stuttgart / Daniel Grupp 14.12.2018

Staatsanwälte, Polizisten und Steuerfahnder haben an diesem Mittwoch die Wohnung eines Mitarbeiters der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) sowie dessen Diensträume bei der SSB durchsucht. Es geht bei der Polizeiaktion um Bestechung und Bestechlichkeit, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Zum genauen Vorwurf gegen den SSB-Mitarbeiter wollten die Sprecher des Landeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft, Andreas Krombacher und Heiner Römhild, nichts sagen. Es gehe nicht um Fahrzeugkäufe, sondern um Vergaben der SSB im Dienstleistungsbereich, sagte Krombacher. Demnach soll der Beschuldigte für die Erteilung von Aufträgen der SSB an das Unternehmen des zweiten Beschuldigten für sich persönlich Provisionszahlungen gefordert und diese auch erhalten haben. Zu der Höhe des Schadens, der dem städtischen Betrieb entstanden ist, sagte Römhild noch nichts. Man stehe am Beginn der Ermittlungen. Zunächst würden die bei den Durchsuchungen sichergestellten Unterlagen ausgewertet. Bei der Firma des Auftragnehmers, der den SSB-Mitarbeiter bezahlt haben soll, habe es bisher keine Durchsuchung gegeben, sagte Römhild.

Auch die SSB will sich nicht weiter zu der Durchsuchung äußern. „Die SSB hat allergrößtes Interesse an der Aufklärung des Sachverhalts und unterstützt die Staatsanwaltschaft bei der Untersuchung“, teilt Firmensprecherin Birgit Kiefer mit.

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