So ein wenig muss sich die Feuerwehr fühlen wie Bill Murray in dem Film "Und täglich grüßt das Murmeltier". Dem passieren auf mysteriöse Art und Weise an aufeinander folgenden Tagen die immer gleichen Dinge. Ganz so dicht aufeinander folgen die Geschehnisse in Korb (Rems-Murr-Kreis) zwar nicht. Dennoch gibt es Parallelen, denn ein kleines schwarzes Kätzchen hat die gerufene Feuerwehr dort offenbar gleich zweimal in einer Woche genarrt.

Die sich wiederholende Szene läuft ungefähr nach diesem Schema ab: Auf Samtpfoten klettert Kätzchen auf den Baum. Ein Passant sieht das und verständigt die Feuerwehr. Die rückt an und baut auf: die Leiter, das Sicherungsseil, man handelt mit Bedacht. Der Katze scheint das egal, sie turnt auf den Ästen herum, stürzt kurz vor der "Ergreifung" durch einen Feuerwehrmann ab - und läuft davon.

Das erinnert in der Form seines Ablaufs aber auch an eine Geschichte unter Beteiligung zweier anderer Tiere: die vom Hasen und vom Igel. Die machen, nachdem sich der Hase über den Igel lustig gemacht hat, ein Wettrennen. Eines, das der Hase nicht gewinnen kann, da der Igel seine ihm zum Verwechseln ähnlich sehende Frau am Ende der Strecke platziert hat, die triumphierend sagt: "Ich bin schon da!"

Ähnlich unbegreiflich wie dem Hasen der Sieg des Igels muss den Feuerwehrleuten das mit Hape Kerkeling gesprochene "Ich bin dann mal weg" der Katze vorkommen. Oder sind in Korb frei nach dem Hase-Igel-Märchen eventuell gar zwei springende und sprintende Katzen unterwegs? Aus Sicht der Feuerwehr kann man nur hoffen, dass nicht. Ansonsten stehen ihr nämlich noch viele weitere Murmeltier-Hasen-Igel-Kerkeling-Katzen-Tage ins Haus.