Gastrotipp Trendige Küche auf asiatischer Basis

Nancy Trinh und Dykiu Bui bieten südostasiatische Kost.
Nancy Trinh und Dykiu Bui bieten südostasiatische Kost. © Foto: Ferdinando Iannone
Stuttgart / Rainer Lang 05.07.2018

Das Vorhaben ist ambitioniert. Der gebürtige Vietnamese Dykju Bui möchte deutschlandweit eine Restaurant-Kette aufbauen. Mit seiner „Vietal-Kitchen“ startete er  Anfang des Jahres in Hannover. Vor wenigen Wochen folgte in Stuttgart die zweite Niederlassung, direkt am Ostendplatz. Auf diesen bisher eher unscheinbaren Platz bringt das im Stil eines vietnamesischen Landhauses aus der französischen Kolonialzeit gestaltete Lokal etwas exotisches Flair.

Hinter dem Projekt steckt das von Bui entwickelte Ernährungskonzept, das basierend auf der südostasiatischen Küche auf viel Rohkost, schonendes Garen im Wok und vitaminreiche Zutaten setzt. „Das entspricht meiner eigenen Ernährung“, erklärt Bui, der in Berlin noch das Umami mit traditioneller vietnamesischer Küche betreibt.  Eigentlich ist der 35-Jährige Kommunikations- und Modedesigner. Weil er die Kontrolle darüber haben wollte, welche Zutaten in seinem Essen sind, fing er an, selber zu kochen.  Daraus ist die Idee von einem Restaurant entstanden. Umgesetzt hat dies Bui in Stuttgart mit Nancy Trinh, die hier das japanische Restaurant „Mikoto“ führt.

Zusammengeführt hat Bui die südostasiatische Küche mit aktuellen Trends, wie den populären Superfoods, wozu nährstoffreiche Produkte wie Goji-Beeren  oder Avocado zählen.  Milchprodukte sind wegen der verbreiteten Laktoseintoleranz aus der Küche verbannt.  Die  Zusammensetzung der Speisen und Getränke ist wohl durchdacht. So wird Kurkuma-Latte nicht nur mit Sojamilch, sondern auch mit etwas Pfeffer serviert. „Die Enzyme werden dadurch gespalten und  der Körper kann diese besser aufnehmen“, erklärt Bui.

Smoothies sind ein wichtiger Bestandteil des trendigen Angebots. Sie werden auch fürs Auge attraktiv mit „einem kleinen Garten“ oben drauf serviert. „Ich möchte die Menschen animieren, mehr Rohkost zu verzehren und gern auch etwas weniger Fleisch“, sagt Bui.  Lust sollen schon die Namen auf der Speisekarte machen, etwa der „Temple-Wrap“  (6,40 Euro) mit knusprig gebratenen Seitanstreifen und Tempeh im vietnamesischen Pfannkuchen oder die „Ente im Pyjama“ (6,90). Für den größeren Hunger ist die mit gebratenen Riesengarnelen, Bohnen, Nüssen, Wildsalat und Zucchinistreifen zubereitete „Dragon Bowl“  (14,90)  gedacht. Sehr gesund hört sich der „Omega 3-Garten“  mit Lachsfilet, Avocado und Gartensalat an (16.40).

Info www.vietal-kitchen.de

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